25. Dezember 2007
von Axel
Winterzeit ist Crosssaison
Wenn es die Wetterverhältnisse zulassen, heißt es für mich auch im Winter – ab in die Trainingskleidung und raus an die frische Luft. Natürlich empfiehlt es sich bei frostigen Temperaturen ein paar Punkte zu beachten. Da ich aber ein wirklicher Fan der Crosssaison bin, hoffe ich, dass ich mit meinen Tipps vielleicht ein paar neugierige „Saisonläufer“ davon überzeugen kann, das Training auch im Winter „am Laufen zu halten“.
Als erstes zur Kleidung. Ich empfehle den altbewährten Zwiebellook – also gleich mehrere funktionsfähige Schichten übereinander. Als erstes Kleidungsstück trägt man am besten ein eng anliegendes Unterhemd aus Funktionsfasern, das transportiert die Feuchtigkeit vom Körper weg, hält aber trotzdem angenehm warm. Darüber trage ich gerne einen Fleecepullover. Als Laufhose kann man auf eine Thermo-Jogginghose zurückgreifen. Und ganz wichtig, sinkt die Temperatur unter Null Grad, ist das Stirnband oder eine Mütze Pflicht. Wenn es richtig schneit und stürmt, kommt meine SoftShell Jacke zum Einsatz: Durch die hervorragenden funktionellen Eigenschaften eignet die sich wirklich auch für das schlechteste Wetter. Bei den Laufschuhen richte ich mich nach der Umgebung, in der ich joggen gehe: eine griffige Sohle eignet sich eher für weichen Untergrund, laufe ich auf der Straße, achte ich vor allem auf eine weiche Dämpfung. Und noch etwas sollte man auf der Straße beachten. Reflektierende Streifen an der Kleidung sorgen dafür, dass man nicht von Radelfahrern, Autos und Co. übersehen wird und sind daher wirklich zu empfehlen.
Bevor es mit dem Training losgeht, heißt es erst einmal Aufwärmen. Gerade im Winter brauchen die Muskeln schon mehr Zeit, um warm zu werden, ca. 15 Minuten. Ganz wichtig also, in mäßigem Tempo anfangen und das Tempo erst nach und nach steigern.
Als Laufeinsteiger solltet Ihr Euch erst eine kleine Runde suchen, die Ihr locker bewältigen könnt. Wer bei Kälte Pausen einlegen muss, kühlt zu schnell aus. Da die Muskeln aber mehr Energie verbrauchen, um die Körpertemperatur halten zu können, ist auch entspanntes Laufen bei Kälte schon ein sehr effektives Training.
Nach dem Training verlege ich das abschließende Stretching in die eigenen warmen vier Wände. Die Übungen sind nach dem Laufen wesentlich effektiver, da der Körper sich in der Zwischenzeit regenerieren konnte und die Muskeln wieder besser mit Nährstoffen versorgt werden.
Mit der Dusche empfiehlt es sich so lange zu warten, bis sich die Herzfrequenz wieder normalisiert hat. Das Wasser sollte dann aber nicht zu heiß sein und auch von langen Duschbädern rate ich gerne ab, so bleibt auch der Kreislauf stabil.
Und nach getaner Arbeit mach ich es mir dann in meiner Wohnung gerne mit einem großen Teller Spaghetti gemütlich – sozusagen als Belohnung. Schon allein dafür lohnt sich doch der „Winterwalk“, finde ich auf jeden Fall…