Der frubiase® SPORT blog

29. August 2008
von TanjaP

Die perfekte Welle

Meine Freundin Lela bewegt sich im Sommerurlaub normalerweise pro Tag ungefähr 50 Schritte weit. Vom Zimmer in den Frühstücksraum, dann zum Strand. Da fällt sie in eine Art Sonnenkoma, bis sie abends zurück zum Essen schlurft. Umso überraschter war ich, als sie mir neulich mit leuchtenden Augen von einem Sporturlaub in Ägypten erzählte, wo sie Kitesurfen und Wakeboarden ausprobiert hatte und sich vor Begeisterung kaum halten konnte. Falls jemand spontan genau so wenig mit diesen Begriffen anfangen kann wie ich, hier eine kurze Beschreibung:

Kitesurfen hat sich aus dem klassischen Windsurfen entwickelt. Dabei steht man auf einer Art kleinem Surfbrett mit Fußschlaufen, nutzt aber anstelle des Segels für den Vortrieb und Steuerung einen Lenkdrachen (engl. „Kite“). Da das Board sehr leicht ist und der Kite, der über eine Lenkstange (Bar) gesteuert wird, kräftig Zug macht, ist die Geschwindigkeit fast genauso hoch wie beim Windsurfen – sogar Sprünge und kurze Flüge sind drin. Laut Lela muss man als Anfänger aber ganz schön Geduld und die Bereitschaft, blaue Flecken und den Muskelkater des Jahrhunderts auszuhalten, mitbringen. Nach ein paar Tagen Übung kann man sich dann meistens schon ordentlich auf dem Brett halten.

Wakeboarden kann man sich wie eine Mischung aus Wasserski fahren und Snowboarden vorstellen. Auf dem Wakeboard (engl. „wake“: Kielwasser) steht man im Gegensatz zum üblichen Wasserski seitlich zur Fahrtrichtung, die Füße stecken in festen Bindungen. Von einem Boot oder einer Seilwinde wird man dann in flottem Tempo über die Wasseroberfläche gezogen. „Soviel Meerwasser wie an den drei Tagen Wakeboard-Kurs habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschluckt!“ meint Lela. Man darf also keine Angst vor häufigen Stürzen und dem Untertauchen haben – das ist am Anfang unvermeidlich. Dafür werden Oberschenkel, Arme, Rücken und Bauch top-trainiert.
Wer nicht ganz so standfest ist, kann es für den Anfang auch mit Kneeboarden versuchen, dabei kniet man auf dem Brett, der Kraftaufwand ist niedriger, die Balance ist leichter zu halten.

Ja, und weil ich bei meinen Nachforschungen Lust bekommen habe, auch mal übers Wasser zu fliegen, wollte ich mit Lela gleich den nächsten Aktivurlaub planen. Aber: Pech gehabt! Sie hat längst zwei Wochen Ibiza pauschal gebucht, muss sich am Strand mal so richtig erholen…

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2 Reaktionen zu „Die perfekte Welle“

  1. FlowSports

    Hallo Tanja,

    wo in Ägypten wolltet ihr euren “Sport-Urlaub” verbringen? Und wieso bekommt man vom Kitesurfen blaue Flecken? ;)

    Alex

  2. Tanja

    Hey Alex,

    also meine Freundin Lela hat sich in “El Gouna” in die Fluten gestürzt. Und die blauen Flecken kamen wohl bei diversen Stürzen auf die stahlharte Wasseroberfläche zustande – vielleicht hat sie da aber auch ein bisschen übertrieben… Ich flieg im November nach Thailand, bin gespannt, welche Sportarten da gerade angesagt sind!

    Viele Grüße,
    Tanja

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