28. Oktober 2008
von drlinke
Body-Mass-Index
Es gibt wohl wenige Sportarten, die, egal ob als Freizeitbeschäftigung oder Leistungssport ausgeübt, so stark mit dem Körpergewicht in Verbindung stehen wie das Laufen. Egal ob Freizeitsportler, die mit ihren regelmäßigen Runden im Park versuchen, ihr Traumgewicht zu halten oder diesem Stück für Stück näher zu kommen. Oder eben auch die passionierten Marathonläufer, die, um im Wettkampf erfolgreich zu sein, natürlich auf ihr Gewicht achten müssen. Das Körpergewicht ist als ein beliebtes Thema – bei der laufenden Bevölkerung zumindest.
Was aber gesund ist, wie man sein Idealgewicht am besten berechnet und dass es nicht nur alleine auf die „Zahl an der Waage“ ankommt, wissen leider immer noch nicht alle.
Früher wurde das Normalgewicht häufig mithilfe der Broca-Formel berechnet. Hierbei gilt: Normalgewicht ist Körpergröße in Zentimeter minus 100. Inzwischen hat aber der wesentlich sinnvollere Body-Mass-Index die Broca-Formel abgelöst, da er vor allem für besonders kleine oder große Personen bessere Ergebnisse liefert.
Der Body-Mass-Index – kurz BMI – gibt das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht an und ist eine gute Möglichkeit schnell und einfach zu checken ob man zuviel oder zu wenig auf die Waage bringt. Und so wird er berechnet:
BMI = Körpergewicht in kg / (Körpergröße in m)²
BMI-Werte zwischen 19 und 25 entsprechen Normalgewicht, bei Werten zwischen 25 und 30 spricht man von Übergewicht, Personen mit einem Wert über 30 sind stark übergewichtig. Bei Werten unter 19 hingegen handelt es sich um Untergewicht.
Tatsächlich eignen sich diese Zahlen aber nur als Richtwert für das ideale Körpergewicht. Es sollten immer auch andere Faktoren mit berücksichtigt werden. Denn der BMI beurteilt nur das Gesamtgewicht, unterscheidet aber nicht zwischen Fett- und Muskelgewebe. Da Muskeln aber bekanntlich schwerer sind als Fettgewebe, haben Sportler natürlich häufig einen höheren BMI Wert, was aber noch lange nicht heißt, dass sie übergewichtig sind. Wer es also ganz genau wissen möchte, kann mithilfe einer Körperfettmessung im Sportstudio, beim Arzt oder daheim mit einer Körperfettwaage zusätzlich Aufschluss über seinen körperlichen Zustand erlangen. Der Körperfettanteil – also das Verhältnis zwischen Fett- und Muskelmasse – ist bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich und ist auch vom Alter der Person abhängig. Als Faustregel gilt: Der Körperfettanteil sollte bei Männern etwa zwischen 10 und 20 Prozent liegen und bei Frauen zwischen 20 und 30 Prozent.
Besonders den letzten Absatz finde ich wichtig. Ich finde es immer wieder nervend, wenn der BMI als “toller” Richtwert bezüglich eines guten Körpergewichts betrachtet wird.
Sportler und ihr BMI…
Im Frubiase-Sport-Blog wurde ein kurzer Artikel über den BMI bei Sportlern geschrieben. Anja und ich sind ja auch der Meinung, dass der BMI nicht der maßgebliche Wert für das Gewicht eines Sportlers sein sollte.
Wenn Ihr mal schauen wollt dann hier ……
..tja, laut BMI Laufe ich beinahe an der Grenze zur Übergewichtigkeit (BMI 23,6). Ich habe ja schon öfter versucht mein Gewicht zu verringern, aber es liegt offensichtlich nicht am Körperfettanteil…bei 1.87 und 82,5 Kg.