Der frubiase® SPORT blog

31. Oktober 2008
von run4miles

Es ist geschafft

Es ist geschafft – Sonntag, der 26.Oktober 2008 wird mir unvergesslich bleiben. Ein Tag, 42,195 Kilometer, 3 Monate intensives Training mit 626,27km Trainingseinheiten.

Sonntagmorgen, Benjamin und ich machen uns auf nach Frankfurt, genauer zum Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon 2008. Ich fühle mich fit, obwohl ich eine Woche vorher noch eine Erkältung hatte. Wir gehen noch mal alles durch: Treffpunkt, Notfallplan, Durchgangszeiten. In Frankfurt angekommen, hole ich meine Startunterlagen ab und besuche die angrenzende Marathonmesse. Beim frubiase SPORT Stand hole ich mir noch zwei Getränke und mache mich mit Benjamin auf, um den Zieleinlauf zu besichtigen. Roter Teppich, riesige Halle, hier werde ich also nach 42,195 Kilometern einlaufen. Ich kann jetzt schon spüren, was es für ein Gefühl sein muss. Ich gehe mich umziehen und wir verabschieden uns voneinander. Benjamin sucht sich gute Plätze in der Halle, ich gehe in den Startblock. Hier merke ich dann auch dass es mir noch nicht so gut geht wie ich vermutet habe. Mein Ruhepuls liegt bei 119. Der Lauf startet pünktlich um 9 Uhr. Meine Gruppe bewegt sich aber erst nach 10 Minuten. Ich passiere die Startlinie, Puls 156 – viel zu hoch. Mir kommen Zweifel, ob ich es schaffe, treffe aber die Entscheidung, zu laufen, schalte den Puls auf meinem Forerunner weg. Die Kilometer fliegen nur so davon, 5, 10, 15 km. Die Halbmarathongrenze schaffe ich in 1:57:04. Das macht zwei Minuten Puffer auf mein vier Stunden Ziel, nicht gerade viel. Ich erhöhe das Tempo etwas, laufe schneller. 25, 30, 35 km. Hier muss ich das erste mal kurz gehen, um ein paar Feigen zu essen und etwas zu trinken. Puls mittlerweile 175. Ab Kilometer 37 ist mir die Anstrengung, die Strecke, mein Puls, einfach alles egal. Die Stimmung ist unbeschreiblich. Die Leute pushen einen, machen Stimmung, feuern an. Kilometer 40, einer der schönsten Momente meines Lebens. Die Zeit stimmt, die Stecke hat sich auf wenige Meter verschmälert. Rechts und links stehen Menschen, jubeln, feiern, rufen meinen Namen. Ich erhöhe mein Tempo, möchte noch einmal alles geben, mein Puls ist bei 185, egal. Der Einlauf in die Halle ist mein Höhepunkt, unbegreiflich, unfassbar. 3000 Menschen sitzen auf den Rängen, machen Stimmung. Ich überlaufe die Ziellinie, kann es immer noch nicht fassen. Ich habe es geschafft, einen Marathon, bin aufgestiegen in das Reich der Götter. Ich schaue auf meinen Forerunner, er sagt mir 3:53:46. Durchschnittspuls 170, grenzwertig. Aber ich habe es geschafft, hole stolz meine Medaille und weiß schon jetzt, dass ich dieses Gefühl noch mal erleben möchte. Ich treffe mich mit Benjamin und wir machen uns auf den Rückweg nach Karlsruhe.

Mein absolutes Saison Highlight. Jetzt werde ich mir erstmal eine Woche Ruhe gönnen, bevor ich wieder raus muss. Im Hinterkopf schon den nächsten Plan, diesmal aber kerngesund :) .

Laufende Grüße
Daniel

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Eine Reaktion zu „Es ist geschafft“

  1. Hauke

    WILLKOMMEN IM CLUB !!!
    Meine herzlichsten Glückwünsche ! Ich wünsche Die eine gute Regeneration und viel Spaß beim Training für den nächsten Marathon. Du weißt ja jetzt, wofür du dich beim täglichen Herumlaufen so viel Zeit und Kraft investierst.:-)

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