Der frubiase® SPORT blog

22. Dezember 2008
von run4miles

Das war der Honolulu-Marathon

honoq0Es ist geschafft!!! Ich habe den Honolulu-Marathon bezwungen. Es war sehr anstrengend und eine Erkältung verbockte mir meine angepeilte Zielzeit von 3:30h. Aber hier der genaue Bericht:
Um 2:30 Uhr klingelte der Wecker, da ich schon um 3:30 Uhr zusammen mit Herbert Steffny und Gruppe zum Start losmarschieren wollte. Als wir (65 Mann) nach 30 Minuten am Startbereich ankamen, wurde uns ein Wahnsinns-Bild geboten. Nur Japaner, überall Japaner und viele davon in langen Klamotten. TSTSTS – verrückt! Ich stellte mich im ersten Drittel auf und wartete bis es endlich losging. Pünktlich um 4:50 Uhr wurde die Nationalhymne der USA gespielt. Währendessen blickte ich noch einmal nach hinten und war total beeindruckt so viele Menschen zu sehen. 26.000 Läufer sollten es sein. Ich bekam richtig Gänsehaut. BÄÄÄÄM – Startschuss. Um 5 Uhr und 32 Sekunden überquerte ich die erste Matte am Start. Nach ca. 200 m standen aber alle wieder. Warum? Viele Japaner hielten einfach an und fotografierten das Feuerwerk. Komisch sind die Japaner ja schon manchmal :-) Ich nutzte die kleine Pause und schaute auf meine Pulsuhr: 159 Schläge pro Minute, Shit, das nach gerade mal 200m. Egal dachte ich mir und lief erstmal 2 km ohne auf die Uhr zusehen. Als es dann bei Kilometer 2 richtig anfing zu regnen, war die Katastrophe perfekt. Es regnete so stark, dass es mir ständig vorkam als würde ich in einer Wasserpfütze stehen. honoq1Meine Schuhe waren binnen von Sekunden nass. Ich scheuerte mir dadurch am rechten Fuß etliche Blasen. Mein Puls war inzwischen bei über 160 Schlägen angelangt. Bei Kilometer 10 kam dann der erste Anstieg. Dieser wurde richtig zur Qual. Über meine Kopfhörer kam auch kein Signal mehr an, so dass ich diese einfach an die Seite warf. Das Problem während des Rennens waren nicht meine Beine, sondern die Atmung – ich bekam keine Luft zum Atmen. Ich entschloss einfach einen Gang rauszunehmen und locker durchzulaufen. Am Wendepunkt angelangt sah ich immer noch so unglaublich viele Menschen mir entgegen kommen. Das war echt ein Erlebnis.
honohBei Kilometer 30 wurden meine Schmerzen am rechten Fuß immer stärker. Ich musste etliche Gehpausen einlegen. Deshalb war ich auch im zweiten Abschnitt um einiges langsamer als im ersten. Als ich die 35er Marke erreichte, waren es immer noch Tausende, die mir entgegen kamen. Bei Kilometer 38 war dann der letzte Anstieg und es hörte endlich auf zu regnen. Super, viel zu spät!!! Die letzte Steigung holte alles aus mir heraus und mein Puls schoss ziemlich nach oben. Ab Kilometer 40 ging es dann fast nur noch bergab. Der letzte Kilometer war genial! Man wird so dermaßen vom Publikum getragen, dass man noch während des Laufens Gänsehaut bekommt. Als ich dann nach 4:05 h die Ziellinie überquerte war ich übeeeeeer glücklich. Insgesamt war ich von über 26.000 Startern auf Platz 1225. in meiner Altersgruppe sogar auf Platz 122 :-) Mir wurde sofort die Finisher-Medallie umgehängt. Im Zielbereich nutze ich erstmal die kalten Duschen. Boah das tat sooo gut. Ich konnte kaum noch laufen und war froh meinen Füßen endlich den wohlverdienten Feierabend zu geben
honoq2Wenn ich ganz ehrlich bin, ärgert es mich schon ziemlich, dass ich nicht unter 4h geblieben bin. Ich habe mich so hart auf den Lauf vorbereitet und dann macht mir so eine scheiss Erkältung einen Strich durch die Rechnung. Mein Puls war einfach während des Rennens zu hoch, so dass ich kein Risiko eingehen wollte. Die Strecke ist die Hölle auf Erden. Ich bin aber trotzdem stolz auf mich. Wer sich überlegt mal den Hawaii-Marathon mitzulaufen, dem kann ich nur sagen: MACHT ES! Es war eine wahnsinnige Erfahrung.

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Eine Reaktion zu „Das war der Honolulu-Marathon“

  1. Ingo

    Herzlichen Glückwunsch! Beeindruckender Bericht. Ohne Erkältung und fotografierende Japanaer hättest Du bestimmt die 3.30h geschafft. Aber so hast Du wenigstens schon einen sinnvollen Vorsatz für 2009!

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