Der frubiase® SPORT blog

25. März 2009
von Thomas Ehmke

Hildesheimer Rennstieg

So nun melde ich mich auch mal wieder! In der letzten Woche habe ich meinem Körper noch mal den Feinschliff gegeben für den Strongmanrun 2009 in Weeze und für den 100 Meilen Harz Adventure Run.
Daher habe ich die Woche fast nicht anderes getan als Trails zu laufen. Das heißt: Viele Höhenmeter und viele Kilometer in mir bis dahin unbekannten Gelände.
rennsteig1Am Dienstag stand der Hildesheimer Rennstieg auf dem Plan. Ein Wanderweg von 48km, der von der Burgruine Winzenburg bei Alfeld bis in den Domhof zu Hildesheim führt. Laut Ausschilderung 48km, also genau das, was ich zum Trainieren brauchte. Außerdem sagen bestimmte Quellen im Internet, dass es sich hierbei um einen geheimen Botenweg aus dem 13ten Jahrhundert handelt. Also das war doch was für mich.
Mit dem Support meiner Eltern ging es auf nach Winzenburg, die Anfahrt mit dem Auto dauerte 40min. Aber meine Eltern kennen solche Sachen schon. Ich wurde also unterhalb der Ruine Winzenburg abgesetzt und ein letztes Foto wird geschossen.
Dann folge ich mit Musik auf den Ohren den Ausschilderungen zur Burgruine Winzenburg. Schöner Trail bei tollem Sonnenschein. Was will man mehr?
Die Winzenburg gehört zu den Hauptburgen des Bistums Hildesheim, sie diente damals zum Schutz der südlichen Grenzen. Heute ist sie nur noch eine Ruine, aber seht selbst:
rennsteig2Von dort aus ging es nach einer kurzen Fotopause zum zweiten Punkt des Rennstieges auf die Hohe Schanze, einer Erhebung von 326 Metern im südlichen Sackwald. Schon früh, etwa 700 Jahre vor Christi Geburt, siedelten hier Menschen. Die Reste zweier Wälle und alte Siedlungsrelikte sind noch erkennbar. Funde bei Ausgrabungen weisen aber auch auf einen Stützpunkt oder eine Zufluchtsstätte des niedersächsischen Volksstammes während der Zeit des Anschlusses an Frankenreich hin.
Ich habe noch ein paar schöne Fotos gemacht und weiter ging’s.. Einen richtig tollen Trail runter ins Tal. Einfach eine Wahnsinns-Strecke …. also Gas geben!

Kurz Zeit später kam die Erkenntnis: Ich steh schon wieder vor der Ruine Winzenburg. Ich habe mich verlaufen, aber GPS sei dank, ist das kein wirkliches Problem. Nur habe ich damit nicht wirklich gerechnet – Wanderer scheinen echte Spezialisten in Sachen Orientierung zu sein :)
rennsteig3Lag wohl an der Musik auf den Ohren, also runter damit und wieder auf den richtigen Weg. Das sollte aber im Laufe des Tages nicht das letzte Mal bleiben.
So laufe ich weiter über tolle Trails und Waldwege in Richtung Irmenseul und danach in den Wald, in dem auch der STUNT100 führt. Also schon ein bisschen wie zuhause.

An einer Stelle kurz über Sibbesse taucht endlich wieder ein Schild auf, das gleich auf zwei Wege hinweist. Der erste ist der historische Verlauf und der zweite die freie Wegführung. Da ich aber vorwiegend den Original-Rennstieg laufen wollte, entschied ich mich für die historische Variante. Aber schon nach 200 Metern musste ich feststellen, dass der Weg wohl seit der Erfindung des Autos leider nicht mehr frei geräumt wurde und sich nur noch als eine Rinne im Wald erkennen ließ….Aber egal, mit Vollgas ging’s ins Tal in Richtung Eberholzen und Nienstedt.
rennsteig4Von dort aus kenne ich dann die Strecke von den HILL50 und KILL50 Veranstaltungen sowie von privaten Trainingsläufen. Es geht über Diekholzen, und das Kloster Marienrode zurück durch den Hildesheimer Wald in Richtung Hildesheimer Dom. Dort angekommen, lasse ich noch schnell von einer Passantin ein Foto von mir machen. Ein kurzer Blick auf das GPS sagt mir 42km trotz ungewollter Verlängerungen. Zuhause angekommen, ist dann neben 5h37min auch 45,6km auf dem GPS. Ein toller Tag wenn auch anstrengend. Das Höhenprofil lässt es wahrscheinlich erahnen.rennsteig5 Fest steht: Ich werde diesen Lauf wohl demnächst noch mal laufen.

Die restliche Woche habe ich dann noch auf meinen Lieblingstrails verbracht und habe dort richtig Gas gegeben – als Training für den Strongmanrun sozusagen. Ein Lauf war dabei, bei dem es einfach für 1h30min auf einen Trail gerade aus ging. Dann hieß es auf der Stelle umdrehen und wieder zurück. Wurden trotz schwierigem Gelände 32,2km in 3h05min also ich denke ich bin fit, für den härtesten Lauf Deutschlands in Weeze.
Aber wir werden das ja erst nächstes Wochenende sehen :-) Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

2 Reaktionen zu „Hildesheimer Rennstieg“

  1. Hauke

    Also denn mal alles Gute in Weeze. Wir sehen uns im Harz. Ich werde so 50-60 km mitkommen. :-)

  2. Hannes

    Eigentlich finde ich es ja dämlich, für einen normalen Trainingslauf so weit mit dem Auto zu fahren. Aber in diesem Fall hat es sich wohl absolut gelohnt – da drücke ich mal ein Auge zu.

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