22. April 2009
von Hauke König
Marathon in Hambuich
In ein paar Tagen findet der Hamburg Marathon statt und ich bin dabei. Es ist in mehrfacher Hinsicht eine Premiere für mich. Ich bin nämlich noch nie bei einer solchen Großveranstaltung mitgelaufen. Meine Marathonläufe waren entweder Wald-und Wiesen Landschaftsläufe und „Non Profit“ Veranstaltungen, oder ich habe Leute, die wesentlich langsamer laufen als ich, bei ihren ersten Marathonläufen begleitet. Außerdem habe ich noch nie auch nur annähernd so viel Startgeld bezahlt wie für diesen Lauf. Kurzum: Es gab für mich noch nie eine Marathonveranstaltung mit echtem Wettkampfcharakter, bei der ich das Gefühl hatte, mich mal so richtig ins Zeug legen zu müssen, bzw. zu wollen. Das sollte eigentlich beim Hamburg Marathon alles ganz anders werden. Wenn sich da nicht ein kleines Mädchen in meine ambitionierten Pläne eingemischt und mein gesamtes Leben im Handumdrehen auf den Kopf gestellt hätte. So leide ich also seit dem 14. März nicht nur an chronischem Schlafmangel, sondern auch an mangelnder Motivation, den Hamburg Marathon gewinnen zu wollen
.
Zwar habe ich mehrmals pro Woche Tempotraining gemacht – unter dem Motto: Wer schnell laufen will, der muss schnell laufen! Zusätzlich noch viele langsame Läufe mit ca. 5.30 min/Km, aber mehr als 4-5 Mal die Woche und im Schnitt 115 Kilometer/Woche, wollten es einfach nicht werden. Auf jeden Fall zu wenig für neue Rekorde. Allerdings hat sich meine Grundschnelligkeit jetzt doch deutlich verbessert. So schaffe ich nun eine 10 Km Runde auf 60% hügeligen Trails und 40% Asphalt in 42 Minuten. Klingt erst einmal ganz ok, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dieses Tempo über 42,19 Km zu laufen. Vielleicht ein andermal.
Dass ich eine Grundausdauer besitze, die mir jeden Tag erlaubt, eine Marathondistanz (oder auch mehr ) zu laufen, ist zwar schön, diese jedoch auch in einer für mich wirklich guten Zeit hinzulegen, habe ich bislang nie wirklich konsequent trainiert.
So ist also mein Plan für den Hamburg Marathon folgender: Immer schön am Aerob/Anaeroben Rand laufen (ca. 172 bpm) und wenn es zu machen ist, eine Durchschnittsfrequenz von 168. Ich werde nicht auf mein Tempo achten, sondern nach Puls laufen und eventuell auf den letzten Kilometern noch mal alles rausholen, was dann noch übrig ist. Falls dann noch etwas übrig sein sollte…
Und weil ich meine schnellen Schuhe jetzt ja nicht wirklich brauche, nehme ich sie vielleicht anstelle einer Visor-Kappe als Sonnenschutz. Dann erfüllen sie auch einen Sinn.
Ich freue mich schon wie ein Kind darauf, endlich mal auf den Straßen Hamburgs herum eumeln zu können. Ohne Autos und Verkehr. Und bei hoffentlich typisch Hamburger Marathonwetter. 12 Grad, blauer Himmel. Das wäre perfekt.
Sehr geiles Foto vor allem das mit dem Schuh. Da merkt man gleich, dass Laufen auch immer eine Kopfsache ist
Die Schuhe kannst du mir sonst mal zur Probe schicken – die suche ich schon lange *lach*
Wünsche dir viel Erfolg und Spaß in Hamburg! Du bist einfach nicht der absolute Tempoläufer – bei dir ist es eher der Genuss. Ich bin gespannt, wie es für dich laufen wird. Ist ja irgendwie schon ganz anders, wenn du so einen Marathon läufst, als wenn ein “normaler Läufer” das macht.
Hallo Hauke, wenn die Beine gut sind, bist du in 3.20 im Ziel.
Viel Spaß und Glück…
Hauke, wie wars? Ab jetzt nur noch Straßenmarathon, oder doch nicht? Bin gespannt auf Deinen Bericht!