16. April 2009
von TanjaP
Schon frühjahrs- oder langsam wintermüde?
Ach, endlich ist er zumindest auf dem Kalender da, der Frühling. Das Thermometer scheint davon zwar noch nichts mitbekommen zu haben, aber das Vogelkonzert vor meinem Fenster heute Morgen klang schon sehr vielversprechend. Ob tatsächlich der beginnende Frühling schuld ist an meinen Gähnattacken der letzten Woche oder ob mich die Ausläufer des zähen Winters langsam auslaugen – egal. Auf jeden Fall habe ich mir jetzt ein Hallo-Wach-Programm verordnet. Zum Beispiel mache ich seit einigen Tagen gleich nach dem Aufstehen heißkalte Wechselduschen. Wichtig: immer mit kaltem Wasser aufhören. Brrr! Kostet wirklich Überwindung, aber nach dem letzten eisigen Schauer aus der Brause ist man von den Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln wach! Außerdem lasse ich Bus und Bahn ohne mich fahren und gehe stattdessen in zügigem Tempo zu Fuß durch die Stadt, immer auf der Suche nach neuen Frühjahrsboten wie Krokus, Maiglöckchen oder zart sprießenden Blättern an den Bäumen. Beim Essen versuche ich auch, mich schon mal auf wärmere Zeiten einzustellen und probiere Rezepte mit Obst und Gemüse aus. Mein Frühjahrs-Vorfreude-Cocktail: 100 g tiefgekühlte Himbeeren pürieren, 150 ml Buttermilch, etwas Honig und einen Schuss Orangensaft dazugeben, lecker. Funktioniert als Energiespender bei mir besser als der ewige Kaffee.
Generell habe ich festgestellt, dass sich Frühjahrsmüdigkeit immer dann am schwersten überwinden lässt, wenn man sowieso gelangweilt, überfordert oder entnervt ist. Dann erscheint die Möglichkeit, sich in weiche Kissen fallen zu lassen und die Decke über den Kopf zu ziehen, einfach verlockend. In solchen Momenten heißt meine Zauberformel: Batterien auftanken durch Belohnung. Wenn ich mich morgens schon müde und unmotiviert fühle, nehme ich mir gleich für den Abend was besonders Schönes vor. Lade eine Freundin zum Thai-Curry-Kochen ein oder hole mir Reisekataloge und plane den nächsten Urlaub. Und ist die Vorfreude auch solche Highlights des Tages erst mal da, vergesse ich glatt das Dauergähnen…
Und wo bist du nun noch müde? Das klingt doch alles nach wunderbaren “Rezepten”, um die Tage doch zu genießen: wach und frisch!
Ja, Belohnungen sind wichtig! Damit ich morgens in die Gänge komme fange ich gleich mit einer Belohnung an. Die erste Amtshandlung nach einem Frühstück ist eine 60- bis 90-minütige Ausfahrt mit dem Fahrrad. Danach gibt’s eine kalte Dusche.
Mit dieser Strategie machen mir die kommenden Aufgaben des Tages kaum noch was aus, denn man hat ja bereits das Mountainbike durch den Wald gerockt… ohne Spaziergänger zu stören … und manchmal auch mit ein paar Rehen, die einen etwas verwundert beobachten.
Dieser Überschuss an Endorphinen bringt mich durch den ganzen Tag… manchmal auch durch zwei.
@Hannes: zu meinen ganzen tollen Tipps, die ich fleißig ausprobiert habe, kommt ja nun auch schon das tolle Wetter. Am Wochenede draußen picknicken, zu Fuß in die Arbeit ohne dicke Winterjacke!
Da verfliegt die Frühjahrs- oder vielleicht auch der Rest der Wintersmüdigkeit ganz von allein…