Der frubiase® SPORT blog

25. Juni 2009
von Martin Orban

Das war das 24 Stunden Rennen im Münchner Olympiapark


Einleitend kann man sagen, dass alles einfach nur sensationell war – die Organisation, die Verpflegung, die Strecke, das Wetter, unser Team, alle Teilnehmer, die Messestände, die Stimmung. Einfach super! Danke an die Organisatoren. Dieses Jahr sind 2500 Fahrer an den Start gegangen und haben das Rennen zu dem weltgrößten seiner Art gemacht.

Fahrmodus
Wir, „d´Hirschgartler“, waren eine 4-er Mannschaft (Berni, Marcus, Jens, und ich). Unser Fahrmodus sah vor, dass tagsüber pro Fahrer genau eine Runde gefahren wird. Meine Pulsfrequenz lag am Tag auf den Einzelrunden zwischen 160 und 180/min. In der Nacht sind wir dann zwei Runden am Stück gefahren, damit die anderen zwischen den Einsätzen zwei bis drei Stunden schlafen konnten.

Unser Ergebnis (von 250 Herren 4er-Mannschaften):
hirsch1

Wechselfehler und Trotzreaktion
hirsch1Wäre mir in der 11. Runde nicht ein Wechselfehler passiert, der uns sechs Minuten gekostet hat (diese Runde ergab meine Maximalzeit von 00:28:43 statt einer ca. 23 Minuten schnellen Runde), wären wir sogar noch einen Ranglistenplatz besser gewesen. Nebenbei hätte dann meine Durchschnittszeit 00:23:16 betragen. Da habe ich mich sehr geärgert.
Als Folge hat mich das aber so sehr angespornt, dass ich die letzten drei Runden sehr schnell gefahren bin und meine Zeiten des ersten Drittels des Rennens wiederholen konnte. So konnte ich auch noch die letzte Runde unserer Mannschaft fahren. Ende gut, alles gut :)


Ernährung und Regeneration
hirsch2Insgesamt kam ich während der 24h auf 150 km Streckenlänge (mit einem Mountainbike!) und auf eine Fahrzeit von 5h 30min – einem Zeitrahmen, der im Endeffekt über das Maß eines Laufmarathons hinausgeht. Das setzt eine große Menge an Kohlenhydraten voraus. Die zwei Tage vor dem Rennen hieß es also, viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen (Nudeln, Kartoffelauflauf etc.), um die Speicher aufzufüllen. Während der 24 Stunden habe ich unmittelbar nach der gefahrenen Runde an der Verpflegungsstation im Stadion drei Becher der zur Verfügung gestellten, isotonischen Flüssigkeit getrunken, um meinen Flüssigkeitshaushalt konstant zu halten. Zusätzlich gab es dann noch eine Semmel mit Nutella oder Käse. Bei uns im Fahrerlager habe ich noch ein viertel bis halbes Snickers oder ein Stück vom Kohlenhydratriegel verzehrt. Unmittelbar vor der nächsten Runde gab es noch einen kräftigen Schluck aus der Colafalsche.
In der Zeit zwischen den Runden hab ich mich noch mal ca. 15 Minuten auf Bernis Fahrrad auf der Rolle gesetzt und bin in meinem Regenerationsbereich bis Pulsfrequenz 115/min getreten, um das Laktat abzubauen. Funktioniert hat es definitiv, die Rundenzeiten waren bis auf die Nacht konstant über die 24 Stunden und schwere Beine hatte ich auch fast nicht.

Nachtfahrt
hirsch3Im Dunkel ein Rennen zu fahren war für mich natürlich ungewohnt. Die meisten Fahrer hatten sehr starke LED-Vorderbeleuchtung entweder auf Ihren Helmen oder am Lenker installiert, so auch wir. Damit konnte man tatsächlich sogar im stockdusteren Wald etwas sehen. Die Rundenzeiten pendelten sich allerdings aufgrund der vorsichtigeren Fahrweise im Dunkeln auf ca. 24-25 Minuten ein. Zusätzlich war auch das Losfahren aus einem Schlafzustand für die Muskulatur auch mehr als ungewohnt (ohne Aufwärmung! Direkt auf die Strecke).

Fazit
Ein tolles Rennen! Man kann nur jedem MTB-Fahrer empfehlen, ein 4er Mannschaft aufzustellen und daran teilzunehmen. Einfach super!

  • Share/Bookmark

2 Reaktionen zu „Das war das 24 Stunden Rennen im Münchner Olympiapark“

  1. Ingo

    Danke für den Bericht. Macht Lust, im nächsten Jahr dabei zu sein. Die 7Days in der Olympiahalle müssen sich bei der MTB-Konkurrenz warm anziehen… Gruß, Ingo

  2. Hannes

    Klingt nach einem tollen Event. Ein 24h-Event ist ohnehin schon großartig, aber dann auch noch gemeinsam – da kennt der Spaß keine Grenzen.

Einen Kommentar schreiben

http://www.frubiase.de – letzte Aktualisierung: