16. Oktober 2009
von Thomas Ehmke
Brocken-Marathon 2009
Wie schon im letzten Bericht erwähnt, nach dem Brocken-Marathon 2006 habe ich begonnen Ultra-Marathons zu laufen. Nach dem Zieleinlauf ging es mir noch so gut, dass ich dachte, da geht noch mehr. Nun stehe ich wieder am Start beim gleichen Marathon. Es ist auch fast das gleiche Wetter angesagt: bedeckter Himmel und Regen sowie Null Sicht auf dem Brocken.
Ich treffe am Start noch viele alte Bekannte. Irgendwie trifft man bei solchen Veranstaltungen immer wieder auf die gleichen. Jetzt sind es die Läufer von „Friends for Life“ aus Braunschweig. Dann kommt der Startschuss und es geht los. Die ersten 9km geht es ganz gesittet auf Trails und Waldwegen zum Fuß des Brockens.
Ich laufe ein ganzes Stück mit Marco, mit dem ich schon beim STUNT100 gelaufen bin. Auch beim UTMB haben wir uns kurz gesehen. Wir fachsimpeln während des Laufens noch über 100 Meilen Läufe und wie man sich nach 42h Stunden Non-Stop Laufen ebne so fühlt. Dafür ernten wir von den Mitläufern einige komische Blicke. Aber das ist ja meistens so. Kurz nach Ilsenburg bei Kilometer 9 lasse ich Marco ziehen. Meine Beine wollen langsamer. War der Traillauf am Vortag über 20km vielleicht doch keine so gute Idee? Aber das Wetter war so toll, da konnte ich nicht anders. Da kam meine TRAILSUCHT mal wieder durch ![]()
Auf dem Weg den Brocken hinauf treffe ich Alex. Er erzählt, dass er lieber marschiert und bis zu dreimal im Jahr Marathon läuft. Beim Brocken-Marathon war er aber noch nie. So bremse ich seine Geschwindigkeit bergauf ein wenig und wir überqueren im Nebel und gefühlten Null Grad den Brockengipfel. Mein langärmliges Oberteil war mal wieder eine gute Wahl, so muss ich nicht wie viele andere Läufer eine Tüte über mich ziehen. Es geht wieder bergab und zwar bis auf ein paar kleine Steigungen bis ins Ziel. Langsam beginnt es zu regnen. Irgendwann sagt Alex, dass er nicht so schnell bergab kann, seine Hüfte macht ihm Probleme und wir trennen uns. Ich laufe in flottem Tempo bergab und der Regen nimmt immer noch zu. Ein Blick auf die Uhr sagt, dass ich schneller werden muss, sonst schaffe ich meine anvisierte Zielzeit nicht mehr.
Aber siehe da die Beine wollen nicht mehr Geschwindigkeit hergeben, das liegt wohl jetzt wirklich am Traillauf vom Vortag. Ach egal, Spaß haben darum geht’s doch! So laufe ich im gemütlichen Tempo ins Ziel wo meine Freundin und meine Tochter warten. Sie sagen ich hätte mich ruhig mal beeilen können, da ihnen beim Warten ordentlich kalt geworden ist. Na gut, beim nächsten Mal bleibe ich unter 4h19min, dafür war mir nie kalt. ![]()
Ein schöner Lauf – immer wieder toll! Und wer sich jetzt fragt, wie man solche Steigungen trainiert, dem sei gesagt: Niemand – bis auf die ersten Läufer – läuft da hoch. Alle gehen, das ist kraftsparender und nahezu gleich schnell. Später hat es dann auch noch den Vorteil, dass die Beine auch noch gut bergab laufen können.
Also locker bleiben und es einfach mal ausprobieren….. Aber die richtige Kleidung und vielleicht sogar eine eigene Flasche mit Wasser sollte man dabei haben, denn die Zeit zwischen den gut ausgestatteten Verpflegungsposten kann lang werden.
Glückwunsch zu dem schönen Brocken-Marathon. Beeilen kann man sich ja noch immer später! Aber – fast alle gehen da hoch? Ich mag glauben, dass es weniger anstrengend ist, aber irgendwie, ich weiß nicht … wenn ich den Brocken-Marathon “laufen” will, dann will ich auch laufen …
Na, denn mal viel Spaß beim Hochlaufen.
)))))))
Vergiss aber nicht, dich dann bei Kilometer 18 abholen zu lassen.
… lass mal Hauke. Vielleicht ein echter Brenner. Was sind wir alten müden Männer dagegen….
Wollen ist das eine, könne das andere … Erfahrung und gute Ratschläge sind oft Schall und Rauch …
In diesem Jahr wenn Hannes da hoch läuft könne wir doch auch vor Ort den Brocken Marathon hochgehen….