Der frubiase® SPORT blog

28. Januar 2010
von TanjaP

Meditieren für Bewegungsfreudige


Nichts ist langweiliger als von einem missglückten Meditationsseminar zu berichten. Wer will schon wissen, wie es sich anfühlt, mit jeder Sekunde im Lotussitz kribbeliger zu werden, wie dringend das Bedürfnis werden kann, sich im erwünschten Zustand der absoluten Ruhe am linken Nasenflügel zu kratzen oder aufzuspringen und laut zu schreien? Eben, niemand will das wissen! Deshalb kommen hier Erfolg versprechende Tipps zur Tiefenentspannung, die gerade Menschen mit ausgeprägtem Bewegungsdrang – zu denen ich mich auch zähle – in ihren Trainingsplan einbauen oder als Vorbereitung auf einen Wettkampf praktizieren können.

Die Atemmeditation
Lässt sich beim langsamen Gehen und moderaten Laufen anwenden. Dabei atmet man tief und regelmäßig und stellt sich bei jedem Einatmen vor, wie man klare, reine Luft und frische Energie in den Körper aufnimmt. Beim Ausatmen konzentriert man sich auf die Vorstellung, verbrauchte Energie und Müdigkeit loszuwerden.

Die Gehmeditation
Hier achtet man einige Minuten lang auf jeden einzelnen Schritt, setzt den Fuß immer vollkommen bewusst auf dem Boden auf und spürt dem Abrollen von der Ferse bis zu den Zehenspitzen nach. Je besser es gelingt, die Gedanken nur beim Gehen zu halten, nicht an das Ziel oder an kommende Aufgaben zu denken, desto mehr fühlen wir uns geerdet.

Die Sonnenmeditation
Eignet sich prima, um sie vor dem Training parallel zum Stretchen durchzuführen: Die Aufmerksamkeit immer auf eine bestimmte Körperregion, etwa die Schultern, die Arme oder Beine lenken und sich während der Dehnungsübung der jeweiligen Region vorstellen, wie sie von Licht und Wärme durchflutet wird. Man schickt also einen gedanklichen Sonnenstrahl durch den Körper. Klingt erst mal schräg, klappt aber mit etwas Übung prima, versprochen!
Und wenn man weiß, dass schon fünf bis zehn Minuten Meditation pro Tag genügen, um körperliche und psychische Anspannung dauerhaft abzubauen, fallen die kurzen Übungen bestimmt noch leichter. Lotussitz, innere Versenkung, ewiges Stillsitzen? Mag für manche funktionieren. Aber ich spür schon beim Gedanken daran wieder so ein Kitzeln im linken Nasenflügel…

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