Der frubiase® SPORT blog

19. März 2010
von Carsten Alfred Mattejiet

Vorbereitungen auf den Jan Knippenberg Memorial

Es sind noch zwei Wochen, dann starte ich zum JKM100. Am 2. April, Karfreitag, um 22 Uhr werden 21 Ultraläufer auf die Strecke nach Den Helder in den Niederlanden geschickt.
Vor diesem Lauf habe ich wirklich mehr als Respekt. Ich halte diesen Lauf für extrem schwer.
Wir mussten uns mit besonderen Vorleistungen qualifizieren: Entweder über die Strecke von 200 Kilometern in einem 24 Stunden Lauf oder über 120 Kilometer in einem 12 Stunden Lauf oder mit 100 Kilometern in 9:30 Stunden.
Also die 21 Teilnehmer (unter ihnen keine Frau), die dieses Jahr an den Start über die Distanz von 100 Meilen gehen, haben jedenfalls schon starke Vorleistungen erbracht. Die Anforderungen im Lauf selbst werden jedoch auch nicht leichter werden: Wir haben 20 Stunden Zeit für die 161 km, davon laufen wir 120 km am Strand und wir starten in der Nacht. Nach 86 km haben wir morgens um 8:45 Uhr ein Cut off.
Ich habe mich im Gezeitenkalender etwas umgesehen – drei Tiden erwischen wir. Also drei Mal auflaufendes Wasser. Die erste Tide können wir „überlaufen“, denn die ersten 20 km laufen wir auf Straßen oder Wegen. Die zweite Flut erwischen wir auf alle Fälle und wenn ich es schaffe die 20 Stunden zu unterbieten, dann lasse ich das dritte Hochwasser knapp hinter mir, denn die letzten vier Kilometer verlaufen wieder auf einem Deichverteidigungsweg.
Wir bekommen im Rennen zweimal einen eigenen Fahrrad-Betreuer, das ist wirklich Luxus. Die Strecke ist denkbar einfach: Wir laufen am Strand der Nordseeküste Richtung Norden. In Scheveningen geht es kurz durch den Hafen, um wieder an das Meer zu kommen.
Jetzt bin ich irgendwie froh dass wir dieses Jahr so einen schneereichen Winter hatten. Auf dem Schnee ist es doch sehr kraftintensives Laufen gewesen, fast so ähnlich wie auf Sand. Wind hatten und haben wir auch reichlich, denn wenn der Wind hier 15 Kilometer ungebremst über das platte Land wehen kann, dann ist das wie an der Küste.
Doch ich werde auf alle Fälle noch an den Strand fahren, um das Laufen an der Waterkant zu trainieren. Beim Harriersand Marathon, auf der längsten Flussinsel Europas, haben wir einen ca. 4,5 Kilometer langen Strand entdeckt: Die Weser hat hier noch eine gewaltige Tide und das passt mir sehr gut. Außerdem werde ich mit meiner Familie einen kurzen Wochenendtrip ins Wangerland machen.
An meine Ausrüstung werden bei dem Lauf wieder einmal extreme Anforderungen gestellt. Im Moment teste ich die verschiedensten Varianten durch. Eigentlich bin ich ein ewiger Handschuh-Läufer, habe immerzu kalte Hände. Doch mit dem Schweißbändern Modell „Wallabys“ ist das nicht mehr so: Spezielle Hightech-Strickstrukturen verteilen den Schweiß großflächig und hauchdünn auf der Hautoberfläche und die Verdunstungsoberfläche wird vergrößert. Dies trägt dazu bei, die Körpertemperatur auf optimalen 37°C zu halten. Ich fühle mich ohne Handschuh einfach besser und habe gut temperierte Hände beim Laufen. Wer von uns weiß nicht, wie unangenehm es ist mit kalten Händen zu laufen.

Mit laufenden Grüßen
Carsten A. Mattejiet

Eine Reaktion zu „Vorbereitungen auf den Jan Knippenberg Memorial“

  1. Hauke

    Das klingt hart !

Einen Kommentar schreiben

http://www.frubiasesport.de – letzte Aktualisierung: