Der frubiase® SPORT blog

4. Oktober 2010
von run4miles

Bin dann mal weg

Dies ist mein letzter Beitrag, den ich schreibe bevor ich “endlich” nach Hawaii fliege. Es heißt dann um 3 Uhr aufstehen, anziehen, Koffer-Check und dann ab zum Flughafen. Mein Flieger geht um 8:30 Uhr. Ich fliege zuerst nach Chicago, dann nach L.A und von dort nach Hawaii. Ich werde wohl insgesamt knapp 22 Stunden. unterwegs sein. *Heul*

Ich sitze hier vor meinem Computer und denke gerade, wie ich das Erlebte in wenigen Worten zusammenfassen kann. Ich habe so viel erlebt in den letzten fünf Monaten, dass es mir schon ein wenig Angst macht. Als ich mich damals bei der Lottery angemeldet habe, hatte ich nicht darüber nachgedacht, was auf mich zukommen könnte. Ich dachte auch nicht daran, tatsächlich gewinnen zu können. So kam es dann aber: Ich habe im Mai eine Email bekommen, dass ich zu den glücklichen 50 Gewinner weltweit gehöre, die berechtigt sind beim Ironman Hawaii am 9. Oktober teilzunehmen. Als ich das gelesen habe, schlug mein Herz gleich mal schneller.

Als ich 2008 den Marathon auf Hawaii gemacht habe, habe ich beim Abflug zu mir gesagt: „Ich komme wieder und zwar zum Ironman – irgendwann”. Dass es so schnell gehen würde hätte ich auch nicht gedacht. Ich betreibe den Triathlonsport ja erst seit zwei Jahre  und darf jetzt schon mit den besten Triathleten der Welt in Hawaii an den Start gehen. Wahnsinn!

In den letzten fünf Monaten habe ich so viel Opfer gebracht, dass es mir bei einigen Leuten leid tut. Meine Tage, Wochen und Monate haben sich nur um eines gedreht: IRONMAN HAWAII. Ich habe in dieser Zeit meine Freundin ziemlich vernachlässigt, da ich mittags trainiert habe und abends oft so müde war, dass mit mir nicht wirklich viel anzufangen war. Das tut mir wirklich leid und ich bin froh, dass sie das alles akzeptiert hat. An schlechten Tagen, hat sie mich stets motiviert. DANKE! Das Training war sehr hart. Ich habe in manchen Wochen bis zu 20 Stunden trainiert. Ich hatte auch mehr als ein Tief und konnte mich kaum motivieren. Aber auch an solchen Tagen darf man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren, sondern muss trotzdem trainieren. Ich war sogar einmal vier Stunden auf der Rolle, als draußen ein ziemliches Unwetter tobte und ich aber unbedingt die lange Radeinheit absolvieren musste. Solche Einheiten haben mich mental sehr bereichert. Denn gibt es etwas Schlimmeres, als vier Stunden auf der Stelle zu fahren? :)

Für die fünf Monate Vorbereitung ergeben sich folgende Werte (Trainingskilometer):
Swim: 95,64 Km
Bike: 2639 km
Run: 815,45 km
Und das in nur fünf Monaten! (Nein, ich bin KEIN Student :) )

Wenn ich denke, dass ich noch vor drei Jahren 27 kg mehr auf den Rippen hatte, dann bin ich sooooo stolz auf mich. Ich freue mich jetzt riesig auf die kommenden zwei Wochen auf Hawaii. Das wird für mich ein Wahnsinns-Erlebnis, das mich wohl mein weiteres Leben prägen wird. Der Ironman an sich wird bestimmt die Hölle auf Erden, aber ich werde mein Bestes geben und versuchen gesund wieder zu kommen.

Ein besonderer Dank gilt zudem noch meinem Vater, der mich stets bei den langen Läufen begleitet hat, um mich mit Trinken zu versorgen. Ohne ihn hätte ich wohl nicht so trainieren können wie ich es die letzten Monate getan habe. Ein weiterer Dank gilt frubiase, die mich mit Produkten unterstützten und so einige Krämpfe und müde Beine verhindern konnten.

Viele fragen mich, was ich wohl danach machen werde?

Ich werde mich mehr meiner zukünftigen Frau (ja, habe sie gefragt, ob sie mich heiratet) und meinem Job widmen. Ich werde den Triathlonsport nicht ganz an den Nagel hängen, dafür waren die Anschaffungen (Fahrrad, usw.) viel zu teuer. Die längste Distanz, die ich zukünftig bestreiten werde, ist die Olympische Distanz.  Ich werde nicht mehr wir  drei Mal die Woche trainieren (können/wollen).

Ich freue mich schon riesig auf die Zeit, in der ich endlich nach Lust und Laune trainieren kann.

Meine Startnummer ist übrigens die 1793. Mit dieser Nummer könnt Ihr meine Zeiten live mitverfolgen auf IRONMAN.com

Also Leute wünscht mir Glück und ich schreibe danach ausführlich einen Bericht mit 1000 Bildern.

ALOHA

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