24. November 2010
von Volker Schillings
Mein erstes Mal
Womit mit beginnt man einen Blog? Als Blogneuling keine einfache Aufgabe. Vielleicht mit einer Eigenschaft. Meiner Sucht – die Sucht nach Langdistanzläufen in den Bergen. Dass so etwas zu einer Sucht führen kann, konnte ich mir vor einigen Jahren nicht vorstellen. Sport hat immer schon zu meinem Leben dazugehört. In meiner Zeit in Hannover hatte ich einige Zeit Triathlon gemacht. Allerdings nicht auf der Langdistanz. Alles begann damit, dass eines Tages ein Kollege anrief und fragte, ob ich spontan am Wochenende Lust hätte beim Röntgenlauf in Remscheid an den Start zu gehen. Ich hatte Lust und es hat Spaß gemacht. Seit dem hat mich das Virus „Trailrunning“ gepackt. Und warum man nun ausgerechnet stundenlang, manchmal sogar tagelang, im hochalpinen Bereich mit unvorstellbaren Streckenprofilen läuft, dafür gibt es wahrscheinlich ebenso wenig eine Erklärung wie für die Tatsache, dass ein Maler malt. Leidenschaft ist schwer in Worte zu fassen. Man muss es erleben, um beurteilen bzw. urteilen zu können, was hinter dem Phänomen steckt.
Letztes Jahr habe ich mir ein großes persönliches Ziel erfüllt und bin den Ultra Trail du Mont Blanc gelaufen. Ein paar Monate zuvor hatte ich mich über den Wettkampf informiert. Es gab sogar eine DVD, die den Wettkampf des Vorjahres dokumentierte. Die Bilder haben mich sofort fasziniert. Der Lauf ist in der Region ein gigantisches Ereignis. Die gesamte Mont Blanc Region ist in einem Ausnahmezustand. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ein solches „extremes“ Ereignis Massen begeistern kann. Bis ich es selbst erlebt habe. Schon zu Beginn haben sich all meine Haare zu Berge gestellt, als das Lied Conquest of Paradies durch die Gassen von Chamonix den Start besiegelt hat. Wer Lust hat, kann einen kleinen Bericht von mir zu diesem Lauf unter http://pheidippides-marathon.blogspot.com/2009/09/7-north-face-ultra-trail-mont-blanc.html lesen.
Und wie geht es nun weiter? In meinem Bericht zum UTMB habe ich geschrieben, dass dieser Lauf mein letzter sein wird. Zu groß ist der persönliche Aufwand. Wie bei anderen Süchten kann es sein, dass man rückfällig wird… Aber ich habe mir geschworen, dass ich 2011 meine letzten Ultratrails machen werden. Ob tatsächlich der „Tor des Geants“ mein letzter Lauf werden wird, könnt Ihr hier auf dem Blog verfolgen. Bis dahin muss ich mich einigermaßen fit bekommen und mich mental wie physisch auf die große Herausforderung einstellen. Was das bedeutet, wie man das macht und ob man das allein mit gutem Equipment schafft, werde ich Euch berichten. Ach ja, falls jemand Lust auf gemeinsame Trainingskilometer rund um Wiesbaden hat, dann einfach unten einen Kommentar schreiben. Auch Trailneulinge sind willkommen. Ich bin mir sicher, dass das Virus „Trailrunning“ hoch ansteckend ist ![]()
In diesem Sinne, sportliche Grüße,
Volker
Ja, das kannst du laut sagen !!!
Hej Volker,
Du beim “Tor des Géants”? Super, dann werden wir uns spätestens dort wiedersehen.
Ich habe es zwar erst nach Trier geschafft, als Du schon nicht mehr dort gewohnt hast, auch Wiesbaden ist läuferisch selten mein Ziel.
Aber wenn wir uns so nett unterhalten wie beim Canyon du Verdon, so ein fantastisches Wetter und so gute Laune haben, dann kann auch im Aostatal nichts mehr schief gehen …
TOM