Der frubiase® SPORT blog

25. März 2011
von Hauke König

The Track-Outbackrace

Am 6.Mai ist es soweit: Abflug von Frankfurt nach Alice Springs, im heißen Herzen Australiens. Von dort aus mit einem Bus (oder ähnlichem) sechs Stunden über eine Sandpiste ins Outback. Am 9. Mai ist dann der Start zum ersten „The Track“. Das ist ein Etappenlauf über neun Tage und 560 Km durch das australische Outback. Bei durchschnittlich 30°C eine ziemlich harte Nummer. Aber es kommt noch besser: Alles, was die Teilnehmer während des Laufes vom Veranstalter bekommen, ist rationiertes Mineralwasser und ärztliche Versorgung. Die Verpflegung für die ersten fünf Tage trägt jeder Läufer selbst. Und alles, was man sonst noch so braucht, z.B. einen Rucksack, Espitkocher, Erste-Hilfe-Beutel, Schlafsack, Spiegel (für Signale und nicht für die Körperpflege), Iso-Matte, zwei 1L Flaschen für Wasser, Messer, Kompass, Stirnlampe und Batterien und eine Giftpumpe zum Aussaugen von Schlangengift – na denn mal Prost-Mahlzeit!.
Am Ende der fünften Etappe bekommen wir dann unseren vorher bereits gepackten Beutel mit der Verpflegung für die zweite Hälfte des Laufs. Die Liste der Etappenkilometer, deren Untergrund und das Zeitlimit sieht so aus:

Tag1:30KmBerge10h
Tag2:40KmBerge10h
Tag3:61KmFlussbettundPiste10h
Tag4:62KmFlussbett10h
Tag5:63KmFlussbett10h
Tag6:54KmPiste10h
Tag7:62KmPisteundQuerfeldein10h
Tag8:60KmPiste10h
Tag9:128KmPiste34h

Als ich die Etappenliste bekam, habe ich mich sehr darüber gefreut, denn sie kommt mir sehr entgegen. Jetzt kann ich meinen persönlichen Rennverlauf auch endlich konkret planen.
Bis es aber in acht Wochen soweit ist, werde ich noch sehr viel laufen. In letzter Zeit übrigens oft mit dem Rucksack, den ich auch mitnehmen werde. Bepackt mit zehn Liter Wasser. Das ging mir Anfangs sehr auf die Sprunggelenke, mittlerweile funktioniert das aber ganz gut. Und bei jeder Einheit ohne Ballast habe ich das Gefühl zu fliegen. Ich laufe viel im Off. Auf Reitwegen und auch quer durch den Wald. Ich schätze die Rehe und Wildschweine haben sich mittlerweile schon dran gewöhnt.
Bevor es allerdings losgeht, werde ich noch einen Event als letzte lange Einheit nutzen, zu dem mich Oliver Scheer eingeladen hat. Vom 19.-21. April werden wir gemeinsam in Hamburg einen Charitylauf zur Aidsaufklährung und -bekämpfung im Rahmen einer weltweiten Kampagne machen. Wir juckeln dann drei Tage um die Binnenalster Aber dazu später mehr.

Total disziplinierte Grüße,
Hauke

Eine Reaktion zu „The Track-Outbackrace“

  1. Erhard

    Lehrreicher Beitrag. Bereichernd, wenn man sowas auch mal aus einem anderen Blickwinkel beschrieben lesen kann.

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