Der frubiase® SPORT blog

21. Juli 2011
von Thomas Ehmke

Jubiläums 100 Meilen Lauf beim ThüringenUltra

Eigentlich könnte ich fast schreiben Ultratrail Teil II :-) Wir Ihr vielleicht gelesen habt, war ich Ende Juli schon beim Zugspitz Ultratrail. In Thüringen stehe ich eine Woche später wieder am Start eines Ultras. Es ist der ThüringenUltra in Fröttstädt. Die Hochburg in Thüringen was den 100-Kilometer-Lauf angeht mit einer tollen Strecke. Da es sich aber um einen Jubiläumslauf handelt, bietet der Veranstalter einmalig eine 100 Meilen Strecke an. Und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Außerdem wollte ich eh noch etwas trainieren und mal schauen, was mein Körper zurzeit so aushält.
Die Strecke enthält gerade auf den ersten 71km einige schöne Trailpassagen und ist sehr abwechslungsreich. Auch die Gesamthöhenmeter von etwas über 3000m lassen ja das Herz eines jeden Trailläufers höher schlagen. Da der Lauf sehr gut mit Verspflegungsstellen ausgestattet ist, starte ich mit minimaler Ausrüstung. Es gibt sicher Läufer, die würden jetzt behaupten „ohne“ Ausrüstung.
Als Krönung der Herausforderung starte ich in meinen neuen „fast“ Barfußschuhen. Da ich aber nicht genau weiß, wie lange ich damit laufen kann, habe ich bei Kilometer 71 und 111 Wechselschuhe in meinem Dropbag. Ich laufe mit Michael F. über viele tolle und richtig matschige Trails der Nacht entgegen.

Über dem Rennsteig, den wir nachts erreichen sollen, ist das Wetter richtig schlecht, das sehen wir schon weitem. Was nicht so toll ist, denn meine Minimalausrüstung sieht für die Nacht nur eine leichte Weste und Handschuhe vor. Na das kann toll werden! Die Nacht ist dann sehr abwechslungsreich mit tollen Trails und vielen schönen Streckenabschnitten, so dass sie sehr schnell vergeht. Bei Kilometer 28 muss ich Michael ziehen lassen, da meine Beine die Berge nicht mehr sonderlich schnell rauf wollen. Ich kann mir nur schwer erklären woran das liegen kann. Bei Kilometer 71 wechsele ich dann morgens meine Schuhe. Die Nacht in Barfußschuhen war zwar super, aber bis Kilometer 111 traue ich mich damit dann doch nicht, jetzt wo die Müdigkeit kommt. Mein Körper ist aber bis auf die Bergaufpassagen richtig gut drauf und ich mental auch.

So komme ich nach 23 Stunden und 27 Minuten ins Ziel. Meine bisherige Bestzeit über 100 Meilen konnte ich damit verbessern und werde sogar Zweiter meiner Altersklasse. Und das alles noch mit dem Zugspitz-Ultra in den Beinen.  

Im Ziel, das muss ich zugeben, wäre das allerdings nichts mehr geworden ohne den tollen Masseur, der meine Beine wieder in die Spur bekommen hat.

So, nun muss ich etwas Pause machen bis zum STUNT100.

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