10. August 2011
von Kirsten Manthey
Meine erste persönliche Trainingseinheit
Auf dem Weg nach Halle ist mir schon etwas mulmig, da ich so gar nicht weiß, was mich erwartet. Immerhin reißt nach der Hälfte der Strecke der Himmel auf und in Halle ist tatsächlich Sommer. Strahlend blauer Himmel und die Sonne scheint. Das nehme ich als gutes Omen.
In Vertretung für Herrn Cierpinski, gute Besserung an dieser Stelle, übernimmt Erik Haß (Team Marathon) das Training. Der Tag in Halle beginnt nicht mit dem Training, sondern mit einem Mittagessen, bei dem Erik schon viele meiner Fragen beantwortet.
Zum Training fahren wir aus der Stadt raus, in die Heide, ein nahe gelegenes Waldgebiet. Obwohl ich die totale Schönwetterläuferin bin, werde ich dankbar für den Schatten sein. Eigentlich stehen auf meinem Trainingsplan heute 60 Min. GA1 (langsamer Dauerlauf). Okay, wir laufen fast genau 60 Minuten, aber ich bin jenseits von GA1. Statt einer Herzfrequenz zwischen 117 – 135 habe ich eine durchschnittliche Herzfrequenz von 171. Dabei laufen wir locker, können uns prima unterhalten und Erik sagt ich solle das Tempo vorgeben. Ja klar, aber so ganz langsam will ich ja nun auch nicht laufen, schon gar nicht mit einem Läufer, der bereits am Dienstag ein Wochenpensum von 64 km gelaufen ist. Als wir nach der Runde wieder am Parkplatz ankommen, wofür ich eigentlich ganz dankbar bin, fragt Erik, ob ich Steigerungsläufe mache? Nein! Lauf ABC? Ja, hab ich schon mal gehört, aber …
Wir beginnen mit Steigerungsläufen. Glücklicherweise nur wenige und dabei fällt Erik auf, dass ich die Beine höher nehmen könnte, dann wird mein Laufen noch dynamischer, und ich brauche nicht soviel Kraft. Also fängt das Lauf ABC mit „anfersen“ an. Nach den verschiedenen Übungen vom Lauf ABC freue ich mich wirklich, als wir endlich beim Dehnen
angekommen sind.
Fazit des Tages: Danke Erik, dass du dir fast einen ganzen Tag Zeit genommen hast und geduldig alle Fragen beantwortet hast. Für mich, als absolute Freizeitläuferin hat der Tag viele neue Informationen gebracht, interessante Tipps und mich darin bestärkt, dass ich bei meinem ersten Halbmarathon das Ziel erreichen werde.
Auf der Heimfahrt im Auto spüre ich schon wie der Muskelkater in die Beine kriecht
und trotzdem bin ich hochmotiviert. Es bleibt spannend, dieses Training nach Plan!
Not lehrt beten.