Der frubiase® SPORT blog

24. Januar 2012
von Thomas Ehmke

Icebreaker Trailrun 2012 – Teil 1

Es sollten 105 km in zwei Tagen sein. Die erste Etappe mit ca. 52,5 km und die zweite Etappe mit ca. 52 km. Durch den verschneiten Harz auf der Rückwegstrecke des Hexen-Stieg Non-Stop Ultra-Trails. Die Cirka Kilometer in Voraussicht weil die Strecke auf dem PC geplant worden ist und niemand eine Ahnung hatte ob das so bei winterlichen Bedingungen laufbar ist.

Die Strecke in Daten sollte sein von Thale nach Braunlage und am nächsten Tag nach einer Übernachtung im Hotel, den Rest der Strecke nach Osterode am Harz. Insgesamt 105 Kilometer mit 2265 Höhenmeter im Aufstieg. Durch die vorherrschenden nicht einzuschätzenden winterlichen Bedingungen mit einer Laufzeit von 8-10 Stunden.

Durch einen Zufall kamen Petra, Volker und ich zusammen mit dem Zug in Thale an. Ich hatte kurz zuvor mein Auto in Osterode am Hotel/Ziel abgestellt, um am Sonntag dann bequem nach Hause fahren zu können.Nach dem Aussteigen aus dem Zug fängt es an zu regnen wie aus „Eimern“, so dass wir auf dem Weg zur Jugendherberge schon einmal eine Vorstellung bekommen wie es die nächsten Tage sein könnte.

In der Jugendherberge wartet Michael auf uns. Er ist der Organisator des Icebreaker Trailrun, der alles vorgeplant hat und auch die Kontakte zu den Hotels und Unterkünften hergestellt hat. Was uns später ein paar tolle Hilfen und Pausen beschert hat. Michael berichtet uns, dass am Samstagmorgen noch Dietmar kommt und mitläuft. Dietmar ist ein blinder Ultra-Marathonläufer, der mit einem Guide/Läufer zusammen schon viele in etwa gleiche Läufe gemeistert hat. Wir werden uns immer gegenseitig abwechseln beim Führen und ihn somit durch den Harz geleiten, beschließen wir.

Aber nun gibt’s Abendbrot, diesmal in der Jugendherberge. Dort haben 8 Gäste abgesagt und wir wurden eingeladen das bestellte Essen zu essen. Einfach toll, es gibt Pizza und Würstchen in Kartoffelteig und noch viele andere Sachen. Vor allem soviel bis wir alle richtig satt sind. Danach geht’s für uns noch bei Sekt und Bier zum Mikado spielen in den „Clubraum“. So gegen 22 Uhr geht’s dann ab ins Bett und jeder in sein Einzelzimmer.

 

Samstagmorgen:

Der Wecker klingelt um 07:15 und ich kann in Ruhe meine Sachen puzzeln bis es um 8 Uhr Frühstück gibt. Dann kommt um 08:45 Uhr Dietmar mit seiner Frau, die unser Gepäck aufnimmt, so dass wir fast pünktlich um 09:15 Uhr starten. Das Wetter hat sich beruhigt und die Sonne scheint. Rund um Thale liegt kein Schnee aber wir wissen durch Dietmar, dass es im Harz sonst ordentlich geschneit hat.

Wir laufen also mit eher leichter Bekleidung los und uns wird schnell ordentlich warm. Der Weg ist gerade rund um Thale nicht ganz einfach zu finden und dort sind nacheinander viele Steile Berge. Einmal finden wir den Weg trotz GPS nicht und müssen Off-Trail einen langen und steilen Hang runter. Das meistert Dietmar wirklich gut. Obwohl er nicht viel sieht.

Der Hexenstieg macht einem Qualitätswanderweg alle Ehre, ausgebaute breite Wege, teilweise geräumt. In den Tälern ist es meistens deutlich kälter und ab und zu kommt auch Wind auf und kühlt uns ein wenig. Meine Sonnenbrille, die ich als einziger dabei habe, kommt sogar die ganz Zeit zum Einsatz. Wenige Passagen sind leider nur Trail, die Markierungen sind eher so, dass ein GPS Gerät unerlässlich ist.

Das Wetter meint es so gut mit uns, dass wir fast vergessen könnten, dass es Winter ist, wobei uns der knirschende Schnee schon dran erinnert. Eine kurze Hose und Sonnencreme wären an ein paar Stellen auch nett gewesen. Alle 10 km treffen wir uns noch mit der Frau von Dietmar, die netterweise jetzt den Support übernimmt. Als es Abend wird kehren wir in Königshütte in ein Restaurant ein, zu einem Kaffee, Brühe und einer Runde Wärme.

Dann geht es weiter, der Schnee ist höher und es ist mittlerweile deutlich unter Null Grad. Die Streckenführung wird selbst für Michael mit seinem GPS Gerät zu einer Herausforderung weil häufig Wege, die das Gerät kennt, nicht da sind oder Brücken weg sind. Aber wir kommen trotz ein paar kleiner Extraschleifen, nach 57 km in knapp über 10 Stunden in Braunlage am Hotel Rose an. Die Umwege und Extra-Trail-Einlagen sind für uns alle kein Thema, wir haben durchgehend unseren Spass. Jeder nimmt auf den anderen Rücksicht und mal läuft einer schneller und wartet und mal ein anderer.

Im Hotel Rose bekommen wir dann unkompliziert und schnell unsere Zimmer, so dass wir schnell frisch gestylt sind, um zum Abendessen in die Nahe Tanz-Bar zu gehen …

 

Damit geht’s aber im nächsten Bericht weiter……

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