Der frubiase® SPORT blog

5. Februar 2010
von Thomas Ehmke

Auf zur Brocken-Challenge 2010

Am Wochenende (06.02.2010) ist es mal wieder soweit: Es ist wieder Brocken-Challenge! Das heißt ich stehe mit vielen Bekannten und Freunden, wie Hauke König zum Beispiel, am Start in Göttingen, um von dort aus auf einer ca. 82km langen Strecke zum Brockengipfel in den Harz zu laufen.

Nachdem schon im letzten Jahr auf der Strecke viel Schnee lag (ist im Winter ja auch so zu erwarten;-), hat der Veranstalter schon vor Tagen die Strecke auf der Internetseite (www.brocken-challenge.de) als sehr schwierig bezeichnet. Es ist sogar kurzfristig überlegt worden, ob es die Bedingungen überhaupt zulassen im Harz zu laufen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es aber so zu sein. Zwar sind die Wege vielfach mit Eisplatten bedeckt und nur mit Spikes oder ähnlichen Hilfsmitteln zu belaufen. Außerdem ist richtig viel Schnee angesagt und der fällt auch jetzt schon.

Es ist halt eine Challenge, diesmal sogar richtig. Denn vermutlich ist das Laufen stellenweise nur noch unter größten Anstrengungen möglich.

Hier noch mal das Höhenprofil der Strecke:

Also auch wenn es schwierig wird und mit Sicherheit diesmal richtig lange dauern wird – ich freu mich drauf und Ihr werdet hier erfahren wie es war.

Bis dahin nicht hinfallen und immer schön dran denken: Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung :)

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4. Februar 2010
von Franco Vitale

Das nächste Ziel – 150 Minuten

eine ziemlich kalte Trainingswoche liegt hinter uns mit Trainingseinheiten bis hin zu 120 Minuten. Ich muss zugeben, dass ich nicht so gerne im Schnee laufe, für die Atmung ist diese kalte Luft aber optimal.Eine schöne aber trotzdem schweißtreibende Angelegenheit war die Veranstaltung mit Dieter Bremer. Er zeigte uns Möglichkeiten auf, wie man sich richtig warm macht und sich richtig stretcht sowie Gymnastikübungen. Alles Dinge, die zwar schweißtreibend waren, wir aber trotzdem 2,5 Stunden Spaß hatten. Mein Dank und meine Hochachtung gilt Herrn Bremer, der sich diese Zeit für uns hier drin genommen hat. Ich bin zwar mit 46 Jahren auch nicht mehr der jüngste, aber Herr Bremer hat mit seinen 60 Jahren so manch einem von uns seine Grenzen aufgezeigt, Die kommenden zwei Wochen geht es für uns ans Eingemachte. Von den jetzt erreichten 120 Minuten, geht es bald auf 135 und dann auf 150 Minuten. Bin echt gespannt. Ich bin ja schon mal etwas über zwei Stunden (2h, 6min.) gelaufen und ich traue mir auch ohne weiteres die 150 Minuten zu.

Na ja, Stück für Stück und so lange es Spaß macht – und es macht wirklich Spaß – bin ich stolz darauf, jede Woche etwas besser zu werden. Ohne jetzt überheblich zu klingen, aber ganz egal, ob in 4,5 Stunden oder in 5 oder 6 Stunden – ich werde auf jedenfall am 24. April ins Ziel kommen. Um endlich etwas in meinem Leben zu Ende zu bringen, dafür trainiere ich. Dabei habe ich mit dem Rauchen aufgehört und habe 8 Kilo abgenommen. Abnehmen und eine gesündere Ernährung, das sehe ich als Belohnung für die letzten Monate.

Doch das, was allem die Krone aufsetzen wird, ist wenn ich dann kaputt aber glücklich am 24.04.2010 durchs Ziel laufe, krieche oder schwanke, ganz egal Hauptsache ins Ziel.
Mit diesem Gedanken sage ich für heute Ciao, bis bald

Franco

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29. Januar 2010
von Carsten Alfred Mattejiet

1. St. Jürgensland 100-Meilen-Lauf

Zum Jahreswechsel nehmen wir uns ja immer jede Menge guter Vorsätze vor oder wir holen noch schnell nach was im letzten Jahr versäumt wurde. Vor 15 Jahren habe ich das erste Mal einen Silvester- und Neujahrslauf über je 50 km absolviert. Vor fünf Jahren hatte ich die Idee, über den Jahreswechsel zu laufen. Doch wer würde für einen Silvester-Marathon in der Nacht kommen? In diesem Herbst kam mir beim Training die Idee, einen 100 Meilen-Lauf zu veranstalten sein. Nur zwei Verpflegungspunkte bedeuten maximale Versorgung der Aktiven und minimalen Aufwand bei den Helfern. Ich hatte ein Limit von 25 Aktiven gesetzt. Dabei waren natürlich Lauffreunde aus der Region.

Für den 100-Meilen-Lauf kamen wir auf neun Meldungen. Kurz vor dem Start sagten aber noch zwei Aktive ab. So standen wir am 31. Dezember mit sechs Männern zwischen 19 und 61 Jahren am Start. Lilienthals Bürgermeister Willy Hollatz schickte uns um 6:23 Uhr ins Rennen. Der Prolog des Rennens war ein Runde von zwei Meilen durch den Lilienthaler Ortskern. Entlang der Wörpe ging es an der Klosterkirche vorbei. Nun begann der Weg in die Truper Blänken und in das St. Jürgensland. Dichtes Schneetreiben und eine steife Brise ließen schon ahnen, was uns erwarten sollte. Doch wir waren alle guter Dinge. Vom Start lief ich mit dem Sportfreund Hauke König vorne weg. In der ersten Runde lief auch unser Bürgermeister mit, der seinen Silvesterlauf auf 19 km ausdehnte.

Jede Runde trugen wir uns auf Höftdeich und am Truper Kunstcafe in das Rundenprotokoll mit der aktuellen Uhrzeit ein. Eigentlich war ich bislang zufrieden, doch Hauke nicht. Wir hatten ja erst 19 km schon und noch nicht mal 10 Meilen. Kleiner Irrtum bei Hauke:-) Von nun an pendelten wir auf der 8 km langen Strecke hin und her. Positiv war für mich war, dass wir das Feld sehen konnten. Und mir wurde nicht so langweilig wie bei den üblichen „Kreisläufen“. Als Veranstalter konnte ich auch sehen, wie es den einzelnen Startern ging. Ein bisschen Gedanken machte ich mir um Martin Traeder, dem jüngsten Starter. Nach 50 km entschied er sich zu einem vorzeitigen Ende des Rennens. Größe wird auch oft dadurch gezeigt, seine eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen und dann die notwenige Konsequenz zu ziehen. Martin fuhr nach Hause


Thore und Erik Mattejiet bei dem Depot
in Trupe

Um 10 Uhr starteten die Marathon- und Halbmarathonläufer, auch zwei Frauen waren darunter. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 35km absolviert, alles lief nach Plan. Am Truper Cafe warteten nun für die kommenden vier Stunden meine drei Kinder und meine Frau. Anke und Frenja hatten den Ablauf der beiden Rahmenwettbewerbe übernommen. Außerdem wollte die übersichtliche Menge von Interessierten informiert werden. An dem Pit-Stopp hatten Hauke und ich noch ein paar Sätze mit dem Redakteur der lokalen Zeitung gewechselt.

Wir spulten gemeinsam unsere Kilometer ab, mal ging der eine in Führung, mal der andere. Doch es setzte sich keiner wirklich ab. Langsam wurde die Strecke wieder einsamer und durch das Dorf Trupe war die Straße richtig schwierig zu laufen. Da war es fast ein Segen, dass es wieder anfing zu schneien, denn der Schnee stumpfte die glatte Strecke ab. 80 Kilometer waren wie im Fluge gelaufen, ich lief auf die 100 km zu und ich schloss wieder zu Hauke auf.

Als wir die 100 Kilometermarke erreichten, setzte Hauke neue Energie frei und sicherte sich die 100 km Wertung mit drei Sekunden Vorsprung. Nun begann für mich das Rennen. Auch wenn auf der Kilometerbilanz mehr auf der Haben-Seite stand als auf der Soll-Seite, war es für mich erst die Halbzeit.


Hauke König und ich nach 113 Kilometern

Es kam die Dunkelheit, aber dank des schneereichen Winters war es hell, und der Vollmond sorgte für Beleuchtung. Eulen und Füchse waren jetzt unterwegs. Ich war erstaunlich locker, das lag auch an meiner optimalen Kleidung. Warme Muskeln hatte ich, das war gut so. Hauke hatte sich einen Vorsprung von einer guten halben Meile erarbeitet. Ich lief jetzt erst einmal im „Auto Run Modus“ – spulte weiter Kilometer für Kilometer ab.

Irgendwann lief ich zu Hauke auf, der auf einmal gar nicht mehr gut unterwegs war. Mich als Veranstalter machte es traurig, dass er sein Rennende mitteilte. Er wollte auch schnell nach Hause zu seiner kleinen Tochter und seiner Frau. Jetzt waren wir also noch vier Aktive im Rennen. Alle brachten ihren Lauf zu Ende.

Zum Jahreswechsel kam ich am Kunstcafe an, traf meine Frau und meine Tochter und meinen Freund aus Dänemark. Ich freute mich sehr, die drei zu treffen. Meine beiden Jungs, Erik und Thore, schliefen bereits. Wir wünschten uns ein gutes Neues Jahr und dann musste ich weiter – zehn Meilen warteten noch.


Michael Eilers auf dem Weg in die
Truper Blänken

Es wurde die zehn längsten Meilen. Ein wunderbarer Panoramablick über das ganze Sankt Jürgensland, Bremen und Bremen- Nord entschädigten mich aber. Ich wusste, dass ich beide Zehennägel der Großzehen verloren hatte, doch Schuhe ausziehen wollte und konnte ich nicht. Doch laufen war sehr schwer. Auf Höftdeich machte ich eine längere Pause, die erste. Ich kam früh morgens in Trupe an, das Dorf war ganz ruhig, die Lichter in den meisten Häusern aus. Ganz still und leise war es, es hatte angefangen zu schneien und um 2:41 beendete ich den 1. X-Bionic-St.Jürgensland.


Im Ziel nach 161 Kilometern in der
Silvesternacht

Gegen 6:00 Uhr kam der Zweite, Heiner Schütte, ins Ziel. Kurz vor 9:30 Uhr am Neujahrsmorgen erreichten Helmut Rosieka und Michael Eilers gemeinsam als dritte das Ziel. Der Lauf fand seien Abschluss im Kunstcafe, bei Kaffee und Kuchen. Bürgermeister Willy Hollatz war mit seiner Frau vorbeigekommen und jeder Aktive bekam einen Kunstkalender geschenkt.

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28. Januar 2010
von TanjaP

Meditieren für Bewegungsfreudige

Nichts ist langweiliger als von einem missglückten Meditationsseminar zu berichten. Wer will schon wissen, wie es sich anfühlt, mit jeder Sekunde im Lotussitz kribbeliger zu werden, wie dringend das Bedürfnis werden kann, sich im erwünschten Zustand der absoluten Ruhe am linken Nasenflügel zu kratzen oder aufzuspringen und laut zu schreien? Eben, niemand will das wissen! Deshalb kommen hier Erfolg versprechende Tipps zur Tiefenentspannung, die gerade Menschen mit ausgeprägtem Bewegungsdrang – zu denen ich mich auch zähle – in ihren Trainingsplan einbauen oder als Vorbereitung auf einen Wettkampf praktizieren können.

Die Atemmeditation
Lässt sich beim langsamen Gehen und moderaten Laufen anwenden. Dabei atmet man tief und regelmäßig und stellt sich bei jedem Einatmen vor, wie man klare, reine Luft und frische Energie in den Körper aufnimmt. Beim Ausatmen konzentriert man sich auf die Vorstellung, verbrauchte Energie und Müdigkeit loszuwerden.

Die Gehmeditation
Hier achtet man einige Minuten lang auf jeden einzelnen Schritt, setzt den Fuß immer vollkommen bewusst auf dem Boden auf und spürt dem Abrollen von der Ferse bis zu den Zehenspitzen nach. Je besser es gelingt, die Gedanken nur beim Gehen zu halten, nicht an das Ziel oder an kommende Aufgaben zu denken, desto mehr fühlen wir uns geerdet.

Die Sonnenmeditation
Eignet sich prima, um sie vor dem Training parallel zum Stretchen durchzuführen: Die Aufmerksamkeit immer auf eine bestimmte Körperregion, etwa die Schultern, die Arme oder Beine lenken und sich während der Dehnungsübung der jeweiligen Region vorstellen, wie sie von Licht und Wärme durchflutet wird. Man schickt also einen gedanklichen Sonnenstrahl durch den Körper. Klingt erst mal schräg, klappt aber mit etwas Übung prima, versprochen!
Und wenn man weiß, dass schon fünf bis zehn Minuten Meditation pro Tag genügen, um körperliche und psychische Anspannung dauerhaft abzubauen, fallen die kurzen Übungen bestimmt noch leichter. Lotussitz, innere Versenkung, ewiges Stillsitzen? Mag für manche funktionieren. Aber ich spür schon beim Gedanken daran wieder so ein Kitzeln im linken Nasenflügel…

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27. Januar 2010
von Franco Vitale

150 Minuten

Die ersten Trainingseinheiten im neuen Jahr sind vorüber und zugegebener Maßen waren sie anstrengender als sonst. Mag daran liegen, dass keiner in unserer Gruppe ein richtiger Leistungssportler ist und deshalb haben es sich alle mehr als nur gut gehen lassen über die Feiertage. Mal für drei Tage gar nichts tun, das merkt man dann. Aber alle haben gut mitgezogen, weil alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben – „Marathon“.
Es lagen hier bis zu 10 cm Schnee und ich muss zugeben, im Schnee zu laufen ist absolut nichts für mich. Aber wie man von Anfang an wusste, irgendwann kommt Schnee und dann muss man auch da durch.
Unser Trainingsplan für diesen Monat sieht vor, dass wir unser Laufpensum von 120 auf 150 Minuten am Stück steigern. Ich denke mal, das ist eine gute Grundlage, aber auch eine große Herausforderung für die meisten von uns. Einige von uns sind zwar schon 21 Kilometer gelaufen (in etwa 120 Minuten), aber 150 Minuten sind dann doch ein anderes Kaliber.
Ich denke, dass es hart wird, wir aber trotzdem Spaß daran haben werden.Ich sage mal so: Die Hälfte des Weges haben wir schon geschafft, die zweite Hälfte wird schwerer werden aber auch die werden wir schaffen.
All denen, die an diesem Marathon teilnehmen, aber auch Euch da draußen wünsche ich, dass ihr gesund bleibt, es durchzieht wie wir. In diesem Sinne sage ich für heute Ciao, bis zum nächsten Mal.

Franco

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