19. Juni 2013
von Karin Vester

Endlich Saisonstart!

Am Samstag kam ein Anruf, ob ich nicht am Sonntag in der Liga einspringen könnte für den ALZ Sigmaringen, da diese Personalprobleme hatten und mein Heimatverein der TF Feuerbach in Ermangelung an Sportlern keine Damenmannschaft stellen konnte. Mein Mann Peter war parallel fürs Männerteam auch am Start.

Mein 1. Ligawettkampf in der Baden- Württemberg Liga  nach meinem Achillessehnenabriss seit 3 Jahren!

Oh je war ich aufgeregt. Zudem wir noch mit dem Team auf Platz 1 nach 2 Wettkämpfen lagen.

1400m Schwimmen im Stausee bei 18 Grad, 43km Radfahren und 10km Laufen in Schömberg.

Das Schwimmen lief ganz gut, als 8. aus dem Wasser – ab aufs Rad. Drei knackige Runden über die Berge, mit einer super Radgruppe – soweit so gut, als 4. auf die Laufstrecke.

Mir war schon klar, dass ich wieder Plätze verlieren würde, da ich aufgrund der Transalp Vorbereitung und meiner Achillessehnenverletzung die letzten Jahre kaum gelaufen bin.

Trotzdem noch 44 min und 8. Platz gesamt. Ich war überglücklich!!! Der Wiedereinstieg in die Liga ist gelungen.

So, nun freue ich mich auf die Transalp am WE und hoffe auf schönes Wetter.


29. Mai 2013
von Thomas Ehmke

Geschafft! Eulenburgtrail 2013!


Okay, dieses Jahr bin ich nicht die 100 Meilen Variante des Eulenburgtrails gelaufen. Letztes Jahr habe ich 162km mit 5555Hm+ auf drei Runden gefinished. Dort habe ich mir vorgenommen, dass ich das erstmal nicht noch mal mache. Das habe ich auch durchgehalten und war in diesem Jahr nur auf der 96 Kilometer Distanz am Start.

Das sind drei Runden aus Osterode am Harz, über Leerbach, Buntenbock, die Sösetalvorsperre zur Hanskühnenburg und wieder nach Osterode. Auf jeder Runde 1111Hm+ mit ordentlichen Anstiegen und tollen Trails.

Dafür war ich in einem kleineren Startfeld mit dabei. Bis kurz vor dem Start dachte ich, dass ich mich mit Silvan Basten um den ersten Platz streiten müsste. Dann aber die Nachricht,  dass Frank Kleinsorg aus Göttingen auch die 96km Distanz läuft. Okay, dann halt nicht und einfach locker durch die Nacht und Kilometer machen. Außerdem habe ich dann die Chance eine guten Freund, Jens Wackerhagen, auf seinen ersten 100 Kilometern zu begleiten.

Die einzige Maßgabe für dieses Rennen für mich war, dass ich bis morgens um 9 Uhr im Ziel sein musste. Jetzt fragt ihr euch: warum nur 14 Stunden. Weil Inge dann auf ihre 32 Kilometer Runde startet und ich sie begleiten wollte.

Ich bin dann mit Jens zusammen angereist. Inge erst am nächsten Tag, so dass sie sich zuhause vorbereiten konnte und auch Ruhe hatte. Immerhin war es ihr erster Wettkampf über 32km und Traillauf.

Jens und ich vereinbaren zusammen die erste Runde zu laufen. Vom Start weg machen Silvan und Frank soviel Gas, dass sie ziemlich schnell weg sind. Ich lasse es langsam angehen, was etwas schneller ist als das, was Jens sonst laufen würde. Aber er bleibt gut dran. Noch mehr als wir merken, dass die Streckenmarkierungen nicht mehr ausreichend vorhanden sind. So stürmen wir die Trails rauf und runter. Uns kommen dann auch so einige Läufer der 100 Meilen Distanz entgegen. Die sind schon um 6 Uhr morgens gestartet und befinden sich in ihrer zweiten und dritten Runde.

Den letzten Trail zum einzigen Verpflegungsposten auf dieser Runde laufen wir mit einem 4:40min/km Schnitt runter. Es macht einen solchen Spaß und läuft einfach sehr gut. Dann setzt die Dämmerung ein, so dass wir beim Aufstieg zur Hanskühnenburg die Stirnlampen rausnehmen müssen. Als ich Jens auf unseren nächsten steilen Trail aufmerksam mache, kommt nur: „Das darf doch nicht wahr sein!“ Er kennt die Strecke nicht und der Trail beginnt im Dunkeln mit Felsstufen. Dann sehen wir im Dunkeln das erste Mal die Hanskühnenburg. Unter den Läufern des Eulenburgtrails auch als Sarumans Turm bekannt.

Eine kurze Pause zum Foto machen und schon geht es weiter ins Hochmoor. Das Hochmoor ist eine drei Kilometer lange und fast ebene Strecke mit Gras und Matschlöchern. Der Trail ist dort übersät mit spitzen und unregelmäßig großen Steinen. Dadurch muss ich mich sehr konzentrieren beim Laufen. Wir überholen dort wieder einige 100 Meilen Läufer, die nur noch gehen. Jens sieht in dem Gelände auch nicht wirklich glücklich aus. Mir fällt auf, dass ich noch nie dort im Dunkeln gelaufen bin. Aber es funktioniert gut und wir kommen ohne einen Sturz wieder im Tal in Osterode an.

Im Start/Ziel Bereich verpflegen wir uns und ich ziehe mir ein trockenes Shirt an. Dann geht es weiter. Dieses Mal die Runde gegen den Uhrzeigersinn und die zehn Kilometer, die wir eben runter sind von der Hanskühnenburg wieder rauf.

Geschätzt hatte ich die Zeit auf zwei Stunden, wir sind aber schon nach einer Stunde und 45 Minuten oben. Ich muss jetzt immer wieder auf Jens warten. Für ihn scheint mein Tempo zu hoch. Was aber auch okay ist. Ich wäre auch zurückhaltender wenn es mein erster 100 Kilometer Lauf wäre. Wir verabreden, nur noch bis Leerbach zusammen zu laufen. Gesagt getan. Kurz hinter Leerbach trennen wir uns.

Ich setzte meine Kopfhörer auf und gebe Gas. In Osterode am Verpflegungspunkt habe ich 20 Minuten Vorsprung und verlasse ihn wieder als Jens dort ankommt. Er sagt mir noch mal, dass alles okay bei ihm ist und er seinen Rhythmus jetzt gefunden hat. Ich sehe auf die Uhr und ich habe jetzt noch vier Stunden und fünf Minuten für die nächste Runde und bis zum Start von Inge. Also gebe ich Gas. Leider muss ich kurz vor der Hanskühnenburg dann erkennen, dass ich den Start verpassen werde. Ich komme guter Stimmung nach 14 Stunden und 21 Minuten ins Ziel.

Meine Uhr zeigt sogar 101 Kilometer. Zu meiner Überraschung bin ich auf Platz 2. Silvan musste das Rennen vorzeitig beenden. Frank Kleinsorg war nach knapp über zehn Stunden im Ziel und der Gewinner des 100 Meilen Rennens nach 20 Stunden und 17 Minuten.

Mein Lauf ist aber noch nicht zu Ende. Jetzt kommt das für meinen Körper und meinen Kopf Interessante. Ich gehe mich verpflegen und umziehen. Währen dieser Zeit kommt ca. eine Stunde nach mir Jens überglücklich ins Ziel seines ersten 100 Kilometer Laufes. Was für eine harte S….  Ich hätte mir einen einfacheren Lauf gesucht,  um so etwas das erste Mal zu machen.

Silvan fährt mich dann eine Stunde später zum Verpflegungsposten an die Sösetalvorsperre. Von dort laufe ich Inge entgegen. Natürlich bergauf. Die sprintet mir oben entgegen und freut sich riesig, dass ich da bin. Dann laufen wir zusammen wieder runter zum Versorgungspunkt und es geht wieder rauf zur Hanskühnenburg. Für Inge das erste und einzige Mal und für mich das vierte Mal. Dann geht es ins Hochmoor. Meine größte Sorge ist, dass Inge fällt weil sie schon müde erscheint. Aber weit gefehlt. Sie legt an Tempo zu und läuft technisch einwandfrei durch das schwierige Gelände. Ich komme kaum noch hinterher und sehne mich insgeheim nach einer Gehpause.

Aber sie läuft und läuft und sprintet ins Tal. Wir sind die Runde im Training schon mal gelaufen und sie versucht die Zeit zu unterbieten.

Nach fünf Stunden und 21 Minuten sind wir im Ziel. Sie hat die Zeit um über 40 Minuten verbessert. Aber stellt auch fest, dass sie nicht zwei oder mehr Runden auf der Strecke machen wollen würde. Nächstes Jahr aber auf jeden Fall wieder 32 Kilometer.

Für mich geht es dann endlich unter die Dusche und ein wenig lang machen. Wobei meinem Körper das Rennen nicht so viel ausgemacht hat. Abends nach der Siegerehrung geht es für Inge und mich dann nach Hause. Ein rundum gelungener Wettkampf mit vielen tollen Freunden und einer tollen Organisation. Was ich sehr schön fand ist, dass ich die Chance hatte selbst zu laufen und im Anschluss noch mit Inge.


16. Mai 2013
von Florian Angert

Trainingslager Südfrankreich und Saisonstart in Waiblingen

Nach dem ersten Triathlonwettkampf in dieser Saison hier eine kleine Zusammenfassung:

Vorab: Ende März war ich eine Woche 10km nördlich von Saint Tropez in Ramatuelle im Trainingslager. Bis auf zwei Regentage war das Wetter echt top, wie ihr an den Bildern erkennen könnt.

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Schwerpunkt lag klar auf dem Rad, das Laufen und Schwimmen kam aber auch nicht zu kurz. Wie sich zwei Wochen später beim Altstadtlauf in Hemsbach herausstellte, hat das Trainingslager doch sehr viel gebracht! Mit persönlicher Bestzeit von 34:30 konnte ich dort den 4. Gesamtplatz erreichen.

Das Wetter war zwar in den Wochen nach Frankreich nicht mehr so perfekt wie am letzten Tag in Ramatuelle (siehe Bild unten) aber im Großen und Ganzen konnte ich dann doch noch mit Hinblick auf den Saisonstart in Waiblingen gut trainieren.

Dann war auch schon der 1. Mai – Saisonstart in die zweite Triathlonsaison…meine erste „richtige“. 1. Baden-Württemberg Liga, in Ermangelung einer Liga-Mannschaft meines Heimatvereins mit Startrecht für Nekarsulm.

500m Schwimmen im Freibad, 19,3km Radfahren und 5,2km Laufen.

Das Wasser konnte ich erwartungsgemäß (aufgrund meiner „schwimmerischen Vorgeschichte“) als Erster verlassen.

1. Wechsel, alles gut, ab aufs Rad. Drei knackige Runden, Vorsprung halbwegs halten – soweit so gut, als Dritter auf die Laufstrecke. Zwei Runden, die Zweite mit einem wesentlich besseren Gefühl als die Erste. Gesamtergebnis: Geteilter 5. Platz!

Das Ergebnis ist für mich sehr, sehr gut. War immerhin erst mein fünfter Triathlon überhaupt und für einen Saisonstart, noch dazu mein Einstand in die Ba-Wü Liga, wirklich gelungen.

Das ein oder andere ist noch verbesserungsfähig, einfach Dinge wie Wechsel oder Kleinigkeiten auf dem Rad. Alles Dinge, auf die ich bei den nächsten Wettkämpfen bewusst achten werde…dann geht da definitiv noch mehr! :)

In diesem Sinne.

Euer Flo


10. Mai 2013
von Karin Vester

Vorbereitung für die Transalp 2013

Nach unserem großartigen Erlebnis Transalp 2012 haben wir im letzten Herbst den Entschluss gefasst, diesen Genuss 2013 bei der Transalp nochmals in vollen Zügen erleben zu wollen.

Der erste Schritt war am 01. Dezember 2012 um 12:00 Uhr vor dem Internet – klappte es mit der Anmeldung schnell genug – dürfen wir dabei sein? Einige Stunden später die Freude, juhu wir sind dabei. Auf den Schreck folgte die Gewissheit, oh je, jetzt müssen wir aber raus aus dem Wintertrott und langsam mit dem Formaufbau für den Höhepunkt Transalp 2013 beginnen.

Naja, einen sinnvollen Formaufbau auf dem Rad in freier Natur hat uns die Natur diesen Winter nicht wirklich vergönnt. Zu viel und zu lange Eis und Schnee brachten Träume von 1000 Radkilometer vor unserem ersten Trainingsaufbau über Ostern auf Mallorca schnell zum Platzen.

Der lange Winter hat die Vorfreude auf Sonne und Radfahren auf Mallorca immer mehr gesteigert. Am Karfreitag war es so weit und mit der Familie ging es ab gen Süden. Olé!

An acht Tagen hatten wir nun in Begleitung unserer Ehemänner die Chance viele Kilometer in kurzen Hosen und der Sonne als Begleiter zu machen. In Deutschland zu dem Zeitpunkt kaum zu glauben.

Da wir uns in diesem Jahr ein schönes Hotel im Süden und damit weit weg von den Bergen gewählt hatten, hat es Mutter Natur dafür mal wieder sehr gut gemeint und uns an fast allen Tagen Wind von vorne und der Seite beschert. Wir glauben zumindest daran, dass uns das Fahren gegen den Wind auch ohne viele Höhenmeter fit gemacht hat. Zumindest waren wir am Ende unseres Urlaubes mit ca. 725 Radkilometern zufrieden und auch etwas ermüdet.

Jetzt hoffen wir wieder regelmäßig zu Hause fahren zu können. Wir wissen auch schon, dass unser nächstes Trainingsrevier im Mai nicht mehr fern ist und Kaltern am See mit sicherlich vielen Höhenmetern auf uns wartet. In diesem Sinne: Bis bald!


3. Mai 2013
von Kathrin Schramm

Neckarlauf – Etappe 1

Geht Euch das auch so, dass Ihr Eure Standard-Laufstrecken manchmal einfach satt habt? Besonders bei den langen Läufen kann das dann ja echt zäh werden. Diesen Winter war es besonders schlimm. Auf der Suche nach neuen Laufstrecken sind Anja und ich auf die Idee gekommen, doch einfach mal den Neckar entlang zu laufen. Und zwar von der Quelle bis zur Mündung. Wir finden, dass man das als anständiger Schwabe schon mal gemacht haben kann.

Der Neckar ist 367 km lang und wird begleitet vom 420 km langen Neckartalradweg. Die Orientierung ist also denkbar einfach. An- und Abreise mit den Öffentlichen auch kein Problem, und unser Ausgangspunkt auf halber Strecke geradezu optimal. So können wir immer mal wieder eine Etappe laufen, wenn wir gerade Lust und Zeit haben.

Unsere erste Etappe führte uns über 31 km von Villingen nach Rottweil. Bei konstantem Regen und kaltem Gegenwind konnten wir uns zu einer längeren Distanz einfach nicht so recht aufraffen.

Das Neckarquellgebiet liegt im Schwenninger Moos, einer eher unübersichtlichen Moorlandschaft. Da der Schwabe an sich aber keine Unklarheiten schätzt, wurde im Stadtpark eine schön gestaltete Einfassung angelegt und als Neue Neckarquelle definiert.

Von hier aus folgen wir einem kleinen Bächlein, das früher verdohlt verlief, für die Landesgartenschau 2010 aber ans Licht geholt wurde. Sehr spannend, dass aus diesem Rinnsal einmal der große Neckar werden soll…

 

 

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Bald verlassen wir den Radweg und folgen einem Wanderweg, der uns in ein schönes und vor allem windstilles Waldstück führt. Die letzten 12 km unserer heutigen Etappe hangeln wir uns dafür wieder wenig unterhaltsam über einsame und sehr zugige Feldwege von Ortschaft zu Ortschaft und sind froh, als wir den Bahnhof in Rottweil erreichen.


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