23. Oktober 2013
von Robert Wimmer

Bildbericht München Marathon 13.10.2013

Am Sonntag, den 13. Oktober lief ich beim MÜNCHEN MARATHON, einem meiner Lieblingsmarathons mit. Zwei Wochen nach meiner Aufgabe beim legendären Spartathlon (Athen-Sparta 246 KM Nonstop) bei KM 140, sollte mich dieser Lauf in der Weltstadt mit Herz wieder auf positive Gedanken bringen. Bereits letzte Woche lief ich ebenfalls den Nürnberger Stadtlauf über 21.1 KM und den Fürther Kärwalauf über 7.5 KM mit, um in Form zu bleiben.

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Netterweise hat mir RUNABOUT, der Veranstalter des MÜNCHEN MARATHON, eine  „Wildcard“ für den Marathon gegeben. So durfte ich mich an einem Brezelfrühstück und Kaffee vor dem Lauf stärken und in der ehemaligen FC Bayern-Umkleide des Olympiastadions umkleiden. Auf dem Sitzplatz von Oli Kahn. Nur das Bewegungsbad enthielt leider kein Wasser, aber sonst war alles top! Sogar ein Handtuch lag zum Duschen danach bereit.

 

Im VIP-Bereich ist ein kleines Museum untergebracht mit Meisterschale des FC Bayern, Fußballschuhen von Franz Beckenbauer und Konsorten und der original olympischen Fackel etc.

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frubi_blog_231013_5Ich lief zügig „just for Fun“, ohne mich auszubelasten in 3 Stunden und 33 Minuten durch den Englischen Garten, am Rathaus vorbei, sowie an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Der Lauf war ein einziger Genuss!

Teilnehmerrekord und viel Applaus:

Am Marathonwochenende gingen insgesamt 19.899 Teilnehmer über fünf Distanzen auf die Strecke – ein neuer Rekord für den MÜNCHEN MARATHON. Davon fielen insgesamt 7.957 auf den Marathon, 6.000 im ausgebuchten Halbmarathon und 3.746 im 10 KM-Lauf. In den Marathonstaffeln starteten insgesamt 2.196 Läuferinnen und Läufer unter dem Beifall und Applaus von rund 80.000 Zuschauern entlang den Straßen der bayerischen Landeshauptstadt.

Marathon:

frubi_blog_231013_6Nachdem die morgendlichen Regenschauer die Strecke abgekühlt hatten, konnte sich auch die 28. Ausgabe des MÜNCHEN MARATHON von seiner Sonnenseite zeigen. Ein Blick auf die Meldeliste der TOP-Läufer verriet bereits, dass das Rennen der Männer erst auf den letzten 15 Kilometer entschieden werden würde. Lange lief eine elfköpfige Spitzengruppe beieinander, bis ein Magdeburger Maschinenbaustudent bei Kilometer 24 das Zepter in die Hand nahm und in die Offensive ging. Frank Schauer (Sportclub Magdeburg), der bisher nur eine 2:26:22 Stunden zu Buche stehen hatte, konnte am Ende keiner mehr folgen und der Überraschungscoup war perfekt. Der 24-Jährige gewann (2:18:56 Stunden) den München Marathon und wurde damit auch Deutscher Marathon Meister 2013.

Bei den Frauen siegte ungefährdet Silke Optekamp (PSV Grün-Weiß Kassel) in 2:41:50 Stunden. Für die 35-Jährige war es ihr erster Deutscher Meistertitel im Marathon, den sie mit einem großen Jubelschrei auf der Ziellinie gebührend feierte.

Halbmarathon:

frubi_blog_231013_7Mit zwei Promi-Startern gingen 6.000 Teilnehmer im ausgebuchten Halbmarathon auf die Strecke. Die Siegerin der Castingshow “Germany’s Next Topmodel” von 2007 Barbara Meier und der Ex-Profiboxer und mehrfacher Schwergewichts-Europameister Luan Krasniqi gaben dabei auch beim Laufen eine gute Figur ab.

Mit Spannung erwartet wurde das Debüt der Regensburger Olympia-Starterin Corinna Harrer (LG TELIS FINANZ Regensburg). Nach 1:14:03 Stunden überquerte „Coco“ als Siegerin die Ziellinie und bewies eindrucksvolle Straßenlaufqualitäten.

Den starken Gesamtauftritt der Regensburger Athleten komplettierte Valentin Unterholzer mit seinem Sieg im Halbmarathon der Männer in 1:07:21 Stunden.

 

 

Fazit:

München Marathon: Sehr empfehlenswert. Nun geht es in die Winterpause! Und am 7. November nehme ich an einem Qualifikationsevent für die CAMP DAVID-Expedition zum Kap Horn für Februar 2014 teil. Drückt mir die Daumen, dass ich es in das Expeditionsteam schaffe!

 

 


15. Oktober 2013
von Thomas Ehmke

Tor des Geants 2013 – Teil 2

frubi_Blog_151013_1Die ersten 400m ohne Schutz vor dem Regen, der jetzt noch stärker ist, sind wirklich unangenehm. Ich friere trotz des schnellen Anlaufens. Dann kommt nach einer völlig durchnässten Wiese der Wald und es geht aufwärts. Der Regen wird jetzt durch die dichten Tannen abgehalten und mir wird schnell wieder warm. Ich kann mich erinnern, dass der Aufstieg „einfach“ (mehr als 1000Hm+) mit ein paar laufbaren Stellen ist. So komme ich gut voran. Ich laufe zum jetzigen Zeitpunkt immer noch mit kurzer Hose und Langarmshirt. So komme ich auch im Refugee Epee an.

Drinnen in der Hütte werde ich ein wenig ungläubig angeschaut. Ich muss erklären, dass ich auch eine lange Hose und Regenkleidung dabei habe und auch anziehe bevor ich weiter laufe. Darauf werden die Helfer etwas entspannter. Denn oben auf dem Col de fenetre soll es Minusgrade bei Regen und Sturm geben. Ich trinke noch eine Suppe und esse etwas, dann ziehe ich mich warm an und es geht weiter.

Und ja, die Helfer hatten Recht. Es ist wirklich ungemütlich dort oben. Mit Vorsicht aber auch mit schnellem Tempo laufe ich vom Col de fenetre hinab ins Tal. Um den Abstieg zu erklären: Es scheint im Dunkeln so, als ob die Lichter der anderen Teilnehmer senkrecht unter einem sind. So steil ist es. Dazu ist es ein schmaler Trail aus Schotter, der sich in Schikanen den Berg runter zieht. Ein Stolpern oder Straucheln würde einen kaum aufzuhaltenden Sturz nach sich ziehen.

frubi_Blog_151013_2Dank meiner grobstolligen Laufschuhe ist das alles kein Thema, außerdem kennen der Col und ich uns ja auch schon. Das war dann auch der Erste der 3000er auf dieser Strecke. Der nächste Verpflegungspunkt ist bei mir durch die Müdigkeit immer ein Problem gewesen. Ich habe gefroren und war einfach tot müde und wollte eigentlich nicht weiter. Dieses Mal ist das – bis auf das Frieren –  nicht der Fall. Ich esse wieder Suppe, Kaffee und Cola. Die Zusammenstellungen werden immer abenteuerlicher. Dann geht’s weiter. Es geht sofort wieder aufwärts, genauso knackig. Ich überlege, dass ich mich kaum an den Aufstieg der letzten Jahre erinnern kann. Nach diesem Jahr ist das anders. Ich habe so ca. bei der Hälfte des Berges Magenprobleme. Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit – das Ganze leider im Dunkeln bei Sturm und Kälte. Hinsetzen und Ausruhen ist nur für ein bis zwei Minuten möglich. So schleppe ich mich hinauf bis zu 3000m Höhe und entschließe mich dann, ein Erbrechen herbeizuführen. Zu meiner Überraschung kommt nur Magensäure. Daraus schließe ich, es muss etwas in den Magen und fange an Ingwer-Bonbons und Müsliriegel zu essen. Langsam wird der Magen wieder besser. So kann ich kurz nach dem Col (Obersten Punkt) bergab auch wieder laufen. Die Sonne ist draußen, als ich im nächsten Tal ankomme. Pünktlich zum Frühstück.

Eine kurze Pause und der letzte 3000er wird in Angriff genommen. 1600 Höhenmeter auf elf Kilometer Strecke. Aber im Sonnenschein des Morgens. Ich bin erst am Gipfelanstieg richtig müde. Dort brauche ich auch wieder, wie in den letzten Jahren, viel Zeit. Mir fällt genau dort ein, dass ich eigentlich beschlossen hatte, dieses Rennen nicht wieder zu machen.  Mit unzähligen Sitzpausen komme ich dann doch irgendwann oben an. Gefühlt war ich den ganzen Tag unterwegs.

frubi_Blog_151013_3Dort oben warten nun die eigentlich tollsten Trails der Strecke. Also erhole ich mich kurz und nach einer Cola geht es ab nach unten. Das nächste Refugee ist mal wieder toll. Draußen in der warmen Sonne essen mit der Gewissheit, dass im Tal eine Dusche und Schlaf warten. Leider kommt bis dahin noch ein sehr technischer Trail. Für alle, die schon mal beim UTMB waren: Die Strecke ist mit Kalkplatten wie kurz vor La Foly. Nur leider fünfmal so lang. Kurz bevor ich in Cogne ankomme, bekomme ich von Inge die SMS, dass es einen Toten gab und sie fragt, ob es mir gut geht. Ein chinesischer Läufer ist gestürzt und an seiner Kopfverletzung gestorben noch bevor die Rettungskräfte bei ihm sein konnten.

Darum ist auch von der tollen Stimmung, die sonst in Cogne ist, nichts mehr zu spüren. Ich versuche mehr herauszufinden und mache mir Sorgen um meinen Freund Jin, der hinter mir irgendwo läuft. Aber dem geht es gut wie ich aus dem Internet erfahre. Dann gehe ich duschen und begutachte meine Füße. Leider habe ich in der letzten Lifebase meine Socken und Schuhe nicht getauscht. So hat das Wasser deutliche Spuren hinterlassen. Die Fußsohle schmerzt und ich überlege, was ich mache. Ich berate mich kurz mit einem befreundeten Läufer. Aber es hilft nur, trocknen lassen und dann dick Vaseline. Erst einmal aber drei Stunden Schlaf.

Dann geht es nach einem wirren Frühstück (alles, wirklich alles durcheinander) weiter. Es ist zu meiner Überraschung noch hell. Mein Vorsprung auf die letzten Jahre ist wirklich groß. Mit dieser tollen Motivation kann ich auf den nächsten relativ flachen Kilometer richtig schnell vorankommen.


26. September 2013
von Thomas Ehmke

Tor des Geants 2013 – Teil 1

Für alle, die diesen Wettkampf noch nicht kennen. Es ist laut Veranstalter der „härteste Endurance Trail der Welt“!

Die Strecke:

Start und Ankunft liegen in Courmayeur. Die Strecke führt über die beiden Höhenwege des Aostatals; mit insgesamt ca. 330 km (200 Meilen) und 24000 Metern positivem Höhenunterschied zunächst entlang des Höhenwegs Nr. 2 zur “Bassa Valle” und zurück entlang des Höhenwegs Nr. 1. Das Laufen zu Füßen der Viertausender des Aostatals macht den Lauf einzigartig schön. Entlang der Strecke sind verschiedene Versorgungs-, Pausen- und Betreuungsstellen vorgesehen; außerdem gibt es sieben Aufnahmestellen größerer Dimension (Basisstationen), welche die Route in sieben Sektoren einteilen:

  • Courmayeur – Valgrisenche 49 km 3996 D+
  • Valgrisenche – Cogne 56 km 4141 D+
  • Cogne – Donnas 44 km 3348 D+
  • Donnas – Gressoney St Jean 53 km 4107 D+
  • Gressoney St Jean – Valtournenche 39 km 2601 D+
  • Valtournenche – Ollomont 44 km 2702 D+
  • Ollomont – Courmayeur 48 km 2880 D+

frubi_blog_260913_3Nun, 330 Kilometer mit 24.000 positiven wie auch negativen Höhenmetern in einem maximalen Zeitlimit von 150 Stunden zu absolvieren, ist eine echte Herausforderung.

Ich bin dieses Jahr das dritte Mal an den Start gegangen. In den Jahren zuvor (2011 und 2012) bin ich erfolgreich ins Ziel gekommen – das sollte natürlich auch dieses Jahr so sein. Durch meinen Schuhsponsor habe ich überhaupt erst die Möglichkeit bekommen 2013 zu starten. Zu meinem Glück habe ich für die Berge die Ausrüstung von Mountain Hardwear noch vom Spinerace.  Als ich am Morgen des Rennens von lautem Rauschen (das sich kurze Zeit später als Regen entpuppt) geweckt werde, ahne ich, dass es diesmal noch schwieriger sein wird, dieses Rennen zu schaffen.

frubi_blog_260913_1Den Wetterbericht habe ich die letzten Tage vor dem Rennen genau beobachtet. Er sprach nicht nur von Sonne, sondern leider viel von Regen, Schnee auf den Bergen und tiefen Temperaturen. Beim Briefing vor Ort wurden wir auch noch zusätzlich vor Gewittern gewarnt. Okay, kann in den Bergen alles passieren und dass eine Woche lang gutes Wetter auf einer so langen Strecke herrscht, ist ja eher unwahrscheinlich.

Als ich zum Start gehe, hat es zunächst aufgehört zu regnen. Leider fängt es gleich wieder an, sodass ich gezwungen werde, mein Regenjacke aus dem Rucksack zu holen. Pünktlich um 10.00 Uhr sollte es ursprünglich losgehen. Der Veranstalter lässt uns aber weiter im starken Regen stehen und startet erst mit 20 Minuten Verzögerung. Ich verabschiede mich von den vielen Freunden, die mit am Start sind und los geht es unter den Augen von tausenden Zuschauern durch das Städtchen Courmayeur.

frubi_blog_260913_2Als ich am Stadtrand ankomme und damit den Fuß des ersten von 25 Bergen erreiche, hat es aufgehört zu regnen. Schnell wird es mir bergauf in meiner Regenjacke zu warm, sodass ich aus der Schlange der Läufer, die sich den Berg raufzieht, heraus gehe. Danach mache ich mich wieder daran, den Berg rauf zu kommen. Das funktioniert gut. Ich merke, dass ich schneller bin als die Anderen um mich herum. So komme ich recht zügig oben auf dem Col d‘Arp an. Dort treffe ich noch kurz Jürgen und mache Fotos, dann geht es schon wieder hinab ins Tal. Das macht (bis auf das Loch in der Wiese, welches ich treffsicher erwische und fast stürze) richtig Spaß. Ich kann das erste Mal bis zum nächsten Verpflegungspunkt in La Thuile alles an einem Stück laufen. Dort angekommen stelle ich fest, dass ich wirklich schnell unterwegs bin. Das macht Spaß, die Sonne scheint und ich stürme sofort zum nächsten Berg. Dieser hat mir bisher immer etwas ausgemacht – es war warm und mein Körper in der Phase sich an den Lauf zu gewöhnen. Dieses Mal spüre ich nichts dergleichen und habe keinerlei Probleme. Ich komme gut hinauf. Als ich irgendwann im dichten Nebel stehe, entscheide ich mich mal wieder für meine Regenjacke.

frubi_blog_260913_4Das wird nicht das letzte Mal in diesem Rennen sein, dass ich anhalten muss, um meine Oberbekleidung zu wechseln.  So ausgestattet, schaffe ich die nächste Doppelbergspitze auch gut. Von weitem ist (wie in den vergangenen Jahren auch) mächtiges Donnergrollen zu hören. Das Gute daran: die Wolken hängen an anderen Gipfeln. Also keine Gefahr für mich. Auf der Höhe, auf der ich mich bewege, sind auch Stahlseile zum Festhalten gezogen, denn ein Gewitter an dieser Stelle würde eine echte Gefahr bedeuten. Als ich das nächste Mal bergab laufe, macht sich mein zeitlicher Vorsprung gut bemerkbar.

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Alles läuft rund: Es ist hell und ich kann die Strecke gut sehen. Das mit der Helligkeit bleibt bis kurz vor der ersten Lifebase in Valgrisenche so. Das einzig Blöde ist, dass es wie immer regnet. So komme ich ordentlich durchnässt dort an, natürlich mit Stirnlampe, aber schon um 21 Uhr! Die Lifebase ist fast leer, wie mir auffällt. Also schnell umziehen – zumindest am Oberkörper – und etwas Essen. Dann noch einen Kaffee und schon geht’s weiter. Draußen schüttet es wie aus Kübeln. Da ich aber weiß, dass es nur 500 Meter geradeaus durchs Tal geht und dann schon wieder über 1000 Höhenmeter im Wald bergauf, erspare ich mir die Regenjacke lieber gleich.


13. September 2013
von FruBiase

Mit dem MTB durch die Dolomiten – Die etwas andere Dolomiten-Überquerung

Eine mehrtägige Mountainbike-Tour durch die Berge – das ist der große Traum vieler Hobby-Radler. In diesem Zusammenhang kommt man in der Regel nicht an einem Alpen-Cross vorbei. Hat man jedoch wenig Lust auf mehrstündige Trage- und Schiebepassagen, so bietet ein „Dolomiten-Cross“ eine nicht weniger attraktive Alternative zu den berühmten Alpenüberquerungen.

Ähnlich wie bei vielen Touren durch die Alpen, bietet sich auch bei einem Dolomiten-Cross der Gardasee als passendes Tourenziel an. Mit einem konkreten Zielpunkt lassen sich die Strapazen etwas leichter ertragen, denn mit jedem Tritt in die Pedale kommt man dem Ziel ein Stück näher.

Obwohl der gemeine Mountainbiker nicht viel zu seinem Glück benötigt, muss eine solche Tour gut durchdacht und ordentlich vorbereitet werden. Nicht nur das nötige Equipment muss funktionieren, auch die körperlichen Voraussetzungen müssen im Vorlauf einer solchen Tour erarbeitet werden. Werden die Beine schon bei der ersten Steigung schwer, kann eine solche Woche schnell zur Tortur werden und die tollen Ausblicke und Eindrücke geraten schnell in den Hintergrund.

1. Tag

Der Startpunkt der 6-tägigen Tour durch Südtirol und die Dolomitenregion liegt direkt am Eingang des Pustertals. Nach dem Start in Terenten ließ der erste knackige Anstieg nicht lange auf sich warten. Nach über 1200 Höhenmeter am Stück war der Gipfel des Astjochs erklommen und die Einkehr in der Kreuzwiesenhütte wohl verdient.

Nach der Mittagspause folgten weitere 500hm bis zum Jakobsstöckel. Der Großteil der ersten Etappe war zu diesem Zeitpunkt geschafft und die Belohnung erfolgte durch die erste ausgedehnte Abfahrt.

Am Etappenziel angekommen, musste nur noch die entsprechende Unterkunft in St. Vigil gefunden werden. Nach einer Tagesetappe mit ca. 2200 Höhenmetern, war dies jedoch das kleinste Problem.

frubi_Blog_130913_12. Tag

Ideal zum „Einradeln“, startete die zweite Etappe mit einem moderaten Anstieg durch das Fanestal. Am Ende des Tals war der Einstieg in eine der anspruchsvollsten Steigungen der Tour schnell gefunden. Nach intensiven 800hm am Stück, kam die Mittagspause an der Faneshütte gerade recht. Der tolle Ausblick in den Fanesnationalpark entschädigte für die vorangegangen Anstrengungen. Die darauf folgende Abfahrt nach St. Cassian konnte nicht wirklich zur Regeneration genutzt werden – hier wartete eine steile Schiebepassage auf uns. Dies hielt uns aber nicht davon ab, den letzten Anstieg des Tages auf den Pralongia hinter uns zu lassen, um dort unser Nachtquartier mit Blick auf den Marmolada-Gletscher einzurichten. In Summe wurden etwa 1700hm gefahren.

 

frubi_Blog_130913_23. Tag

Nachdem wir den dritten Tag mit einer langen Abfahrt nach Arabba begannen, musste auch gleich wieder der nächste Pass (Passo Pordoi) überquert werden. Bei wolkenlosem Himmel und deutlich über 30 Grad, brachte die Abfahrt ins Val die Fassa die heiß ersehnte Abkühlung. Für den darauffolgenden Anstieg zum Rifugio Passo die Lusia, war diese Abkühlung auch durchaus von Nöten. Mit phasenweise 15%-17% Steigung, hatte es dieser Anstieg in sich. Umso schöner war die Ankunft im Rufigio die Lusia, in dem wir herzlich empfangen und super bewirtet wurden. Auch an diesem Tag waren es ca. 1700hm

 

frubi_Blog_130913_34. Tag 

Nachdem nun mehr als die Hälfte der Tour hinter uns lag und der Gardasee näher und näher kam, konnten wir selbstbewusst in den 4. Tag starten. Nach der Überquerung des Passo Rolle und der dazugehörigen Abfahrt nach St. Martino di Castrozza, führte uns der Sentiero de la Pace (Friedensweg) zum Passo Cinque Croce. Ein Bild mit den 5 Kreuzen, die zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkriegs aufgestellt wurden, ist ein Muss für alle Mountainbiker, die diesen Pass überqueren. Die darauffolgende Abfahrt führte uns nach Spera, wo wir unser 4. Quartier bezogen. Diese Etappe hatte ca. 1800hm.

 

frubi_Blog_130913_45. Tag

Der vorletzte Tag der Tour begann sehr gemächlich.  Es galt zunächst 30 Kilometer durchs Val Sugana  zu absolvieren, bevor wir in St. Guiliano in den Kaiserjägerweg einsteigen konnten.

Nachdem wir den letzten knackigen Anstieg der Tour geschafft hatten, konnten wir bei der Ankunft an der Hütte Stella D´Italia erst mal tief durchatmen. Kurz oberhalb der Hütte befindet sich eine sehenswerte Weltkriegs-Ruine. Auch hier gehört es zum guten Ton für Mountainbiker, ein Bild auf dieser Ruine zu machen.

 

 

 

frubi_Blog_130913_56. Tag

Am nächsten Morgen musste nur noch eine kleine Steigung zum Passo Coe gemeistert werden, bevor die über 20 Kilometer lange Abfahrt nach Rovereto auf uns wartete.

In Rovereto angekommen, konnten wir den nahezu flachen Radweg zum Gardasee in aller Ruhe zum „Ausradeln“ nutzen. Im Hinblick auf das Wetter, zeigte sich der Gardasee nicht unbedingt von seiner besten Seite. Dies hielt uns allerdings nicht davon ab, die erfolgreiche Ankunft ausgiebig zu feiern.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich bei der Tour um eine unvergessliche Erfahrung handelt. Die Kombination aus einmaligen Panoramen, hilfsbereiten Menschen und körperlichen Grenzerfahrungen, war stellenweise überwältigend. Erfahrungen, die wir sicherlich nicht zum letzten Mal erleben durften. An dieser Stelle sei ein herzliches Dankeschön an das frubiase-Team gerichtet, die uns großzügig mit frubiase Produkten unterstützt haben und einen großen Beitrag zum Gelingen unserer Tour beigetragen haben.

Vielen Dank dafür !


29. August 2013
von Florian Angert

Unerwartet gut ….

war das Ende meiner ersten richtigen Triathlonsaison. Seit meinem letzten Eintrag hat sich einiges getan. Wo fang ich an?

Lfrubi_Blog_290813_1igasprint in Welzheim: Mit kaputten Beinen und einem ziemlich “verbrauchten” Tag als 12. im Ziel…nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Das einzige was man mitnehmen kann: schwimmt immer mit Neo, wenn er erlaubt ist!!

Ligafinale am Schluchsee: Das erste Einzelpodest in der Ba-Wü Liga. First out of Water. 28km alleine Rad gefahren, dann als 3. zum Lauf gewechselt und die Position gehalten…nicht einfach, aber gehalten!

Ergebnis:
3. im Rennen, gleichzeitig 3. in der Ligagesamtwertung. Zusätzlich dazu noch mit dem Ligateam der Nekarsulmer Sportunion den 2. Platz in der Teamwertung gesichert.

Alles in allem ein perfektes Wochenende und eine wirklich gelungene Ligasaison!

 

Frankfurt City Triathlon:

Einfach das beste Rennen, das ich bisher gemacht hab! Deshalb gehe ich hierdrauf näher ein.

Zwei Wochen nach Schluchsee. Ausreichend erholt, motiviert. Rad Check-in am Abend vorher. Aufgrund des Starterfeldes doch aufgeregt, waren ja schließlich Leute wie Sebastian Kienle, Faris Al-Sultan, Timo Bracht und Christian Prochnow am Start. Gut was soll’s, ich hab nichts zu verlieren. Taktik: Schnell schwimmen, schauen was der Abstand hergibt, und wenn ich dann geholt werde auf dem Rad: mitfahren, koste es was es wolle und egal was beim Laufen passiert… aber dann kam es anders.

Start um 8.00 am Langener Waldsee. Durch einen perfekten Start konnte ich mich gleich vom Feld absetzen und “in Ruhe” mein Ding schwimmen. 25 Sekunden Vorsprung, ab auf’s Rad und mit Christian Prochnow im Nacken (der würde mich ja wohl spätestens bei km 10 einholen?!).

frubi_Blog_290813_3Die ersten Kilometer in die Stadt gingen leicht bergab, der gesamte Kurs war bis auf zwei Autobahnbrücken topfeben. Ich bin schon zügig losgefahren, da ich keine Ahnung hatte, wie weit Kienle, Bracht, Reichel und Al-Sultan zurück waren. Also gedrückt was die Beine hergaben. Zwischendurch dachte ich: Wenn jetzt jemand vorbeifährt, fährt der unglaublich schnell. Doch es kam niemand. In der Stadt drehte ich mich immer wieder um, da ich fest damit rechnete, dass mit Beginn der 2. Runde mal jemand “vorbeischaut”. Nix war’s. Also einfach weiter…alles was ging.

Dann fünf Kilometer vor dem Laufstart die Info eines Bekannten: Flo, du steigst als 1. vom Rad! Ernsthaft?
Tatsächlich.
Ich hatte absolut keine Ahnung, wie schnell ich gefahren war, was die anderen gemacht hatten oder wie viel Vorsprung ich hatte. Einfach konstant laufen, nicht zu schnell angehen, dass man am Ende im Fall der Fälle nochmal reagieren kann. Nach drei Kilometer kam Sebastian Kienle, der mir zurief, dass es zum 3. Platz auf jeden Fall reicht. Christian Prochnow kam auf den letzten 600 Metern an mir vorbei, ohne Chance meinerseits irgendwie zu reagieren. War mir in dem Moment aber auch ziemlich egal.

frubi_Blog_290813_2Ja und dann? Dann läuft man in Frankfurt vor vier Profis ins Ziel und steigt vor dem amtierenden 70.3 Weltmeister vom Rad und niemand kennt mich! Cooles Gefühl und der ein oder andere hat definitiv blöd geschaut, als er das gesehen hat :-D. Das hat mir gezeigt: Ich werde mich in der kommenden Saison eher auf Nondrafting Rennen fokussieren, da ich dort einfach größere Chancen habe, weil keine Radgruppen an mich heranfahren können und nicht alles auf eine Laufentscheidung rausläuft.

Als Saisonabschluss stand dann noch der Viernheim Triathlon an, bei dem ich mit dem 6. Gesamtplatz auch nochmal meine sehr guten Saisonergebnisse bestätigen konnte. Und mit einer guten Radzeit auch noch einmal meine Radleistung aus Frankfurt. Jetzt steht noch ein Swim&Run an und ein Läufchen Ende September.

Dann gibt es drei bis vier Wochen Saisonpause und im Anschluss hoffentlich mit neuer Motivation (die lässt aktuell nach einer solchen Saison doch etwas zu wünschen übrig ;-)) zu neuen Zielen im Jahr 2014.

Bis dahin, euer Flo


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